Pflegekammer -

Zweifel: Umfrage des Ministeriums zur Pflegekammer soll nicht repräsentativ sein

Laut einer Mitteilung des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) seien die Fragebögen teilweise nur in Einrichtungen und Krankenhäusern hinterlegt worden, statt persönliche Interviews durchzuführen.

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Der (bpa) stellt infrage, ob die entscheidende Berufsgruppe, die Pflegefachkräfte, überhaupt in ausreichendem Maße befragt worden ist. Damit wachsen die Zweifel an der Repräsentativität der Studie.

"Wir hatten von Anfang an Zweifel an der ordnungsgemäßen Durchführung der vereinbarten Umfrage. Um zu verlässlichen Ergebnissen zu gelangen, haben wir unter unseren Mitgliedern eine eigene Befragung durchgeführt", so Mathias Steinbuck, Vorsitzender der Landesgruppe Schleswig-Holstein. Die bpa-Umfrage, die noch läuft, lieferte bereits in der ersten Auswertung eindeutige Ergebnisse: Bei über 200 Rückmeldungen sprachen sich nur vier Pflegefachkräfte für eine Kammer aus.

"Mit Interesse erwarten wir die Reaktion des Landes auf diese offensichtliche Panne", erklärt Steinbuck, der im Namen des Verbandes fordert, sich dem klaren Votum der Befragten zu beugen und von der Einrichtung einer Pflegekammer abzusehen.

Der bpa spricht sich gegen die Zwangsverkammerung aus, da eine Pflegekammer weder über die Arbeitsbedingungen noch über die Bezahlung, weder über die Personalschlüssel noch über die MDK-Prüfung mitentscheiden wird. Mit der künftigen Finanzierung der Pflege befasst sie sich auch nicht. "Im Gegenteil: Pflegekammern kosten, und dieses dringend benötigte Geld fehlt an anderer Stelle", so Steinbuck.

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