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Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) Zukunftsstaffel 2021: Das fordern Reha-Einrichtungen von der Politik

"Reha braucht ein gleichberechtigtes Standing auf Augenhöhe mit den Akuteinrichtungen im Gesundheitswesen", erklärt Ricarda Lorenz, Geschäftsführerin der Kurgesellschaft Thermalbad Wiesenbad, bei der Übergabe des symbolischen Staffelstabs an den Bundestagsabgeordneten Alexander Krauß. Die weiteren Forderungen der Branche.

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Ende April startete die "Reha-Zukunftsstaffel 2021", eine Aktion der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) e.V., die Im Superwahljahr Politiker und Politikerinnen vermitteln will, was Reha-Einrichtungen brauchen, um gut für die Zukunft aufgestellt zu sein. Nach der Auftaktveranstaltung mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Stefan Zierke (SPD) folgten am 1. und 2. Juni zwei weitere Staffelübergaben an Mitglieder des Deutschen Bundestages: Heike Baehrens (SPD), Berichterstatterin für Rehabilitation und Pflegebeauftragte ihrer Fraktion im Deutschen Bundestag und Alexander Krauß (CDU/CSU), Berichterstatter seiner Fraktion im Ausschuss für Gesundheit im Deutschen Bundestag.

Die zentralen Forderungen der Reha-Einrichtungen im Überblick:

  • "Reha braucht Dich!": Ihr Einsatz hilft den Beschäftigten in unserer Branche, ihren Job gut zu erledigen und sich für andere einzusetzen. Setzen Sie sich als Politiker für faire und gute Bedingungen in unserer Branche ein.
  • In der laufenden Pandemie-Situation brauchen die Reha-Kliniken langfristig planbare finanzielle Unterstützung, die die tatsächlich entstehenden Mehrkosten durch die Hygienemaßnahmen und Mindereinnahmen ausgleichen.
  • Der Reha-Bedarf von Long-Covid-Patienten steigt in und nach der Pandemie stark an. Geeignete Reha-Plätzen werden langsam knapp. Wir brauchen eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung unserer Reha-Angebote und Kostenträger, die das aktiv unterstützen. 

Angebote machen Reha-Aufenthalt zum Erlebnis

Am 1. Juni wurde der symbolische Staffelstab an Alexander Krauß in der Rehaklinik Miriquidi in Thermalbad Wiesenbad in Sachsen übergeben. Im Innenhof der Rehaklinik begrüßten die Therapeuten den Bundestagsabgeordneten mit einem Trommelwirbel und zeigten damit wie lebendig Rehabilitation mit Angeboten wie "Drums alive" sein kann. Die Geschäftsführerin der Kurgesellschaft Thermalbad Wiesenbad Ricarda Lorenz übergab zusammen mit dem Chefarzt der Rehaklinik Miriquidi Dr. Enrico Weidauer und dem Bürgermeister der Gemeinde Thermalbad Wiesenbad Thomas Mey den Staffelstab der Zukunftsstaffel 2021 an den Bundestagsabgeordneten. Er ist Berichterstatter seiner Fraktion im Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages und trägt die wichtigen Anliegen der Branche symbolisch mit dem Staffelstab nach Berlin.

"Reha braucht ein gleichberechtigtes Standing neben Akuteinrichtungen"

"Reha braucht ein gleichberechtigtes Standing auf Augenhöhe mit den Akuteinrichtungen im Gesundheitswesen. Derzeit sind gute Gesetze für die Rehabranche auf den Weg gebracht, z.B. das Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (IPReG) oder die Digitale Rentenübersicht (RentÜG). Ziel muss eine konforme Umsetzung sein, sodass die Verhandlungsposition der Rehaeinrichtungen gegenüber den Kostenträgern auch nachhaltig gestärkt wird", sagte Lorenz.

Weitere Aktionen geplant

Die Reha-Einrichtung für Orthopädische und Neurologische Rehabilitation im Zschopautal nahe Annaberg-Buchholz war am 2. Juni die zweite Einrichtung, die den Staffelstab an die Politiker übergibt. Es sind noch weitere Aktionen bis zur Bundestagswahl und darüber hinaus geplant, so dass innerhalb des Wahljahres auf die politischen Forderungen der Branche aufmerksam gemacht wird. Zudem können sich die eingeladenen Politikerinnen in den Einrichtungen ein noch besseres Bild von der Praxis machen, unter Einhaltung des Infektionsschutzes.

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