Forschung -

Minimalinvasive Chirurgie Zukünftige Entwicklungen in der Viszeralchirurgie

Der Blick auf die kommenden Jahre im Bereich der Viszeralmedizin zeigt, dass die Chirurgie in den nächsten Jahren fundamentale Impulse erfahren wird. Wegen aktueller Forschungen und technologischer Entwicklungen wird sie sich einer Fülle von Aufgaben stellen müssen.

Themenseite: Klinikmarktentwicklung

Das Leitthema „Schwindende Fachgrenzen-Entwicklungen erkennen, Gemeinsamkeiten nutzen“ in der Fachzeitschrift „Der Chirurg“ vom Dezember 2010 spiegelt die zunehmende Interdisziplinarität der Fächer auf dem Boden einer zunehmenden Minimalisierung eines Eingriffes wieder. Den „Siegeszug der minimalinvasiven Techniken“, den Professor Jörg Rüdiger Siewert (2010) beschreibt, wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in den operativen und interventionellen Fächern anhalten. Durch neue medizintechnische Entwicklungen wird sich das Fach der Allgemein- und Viszeralchirurgie in den nächsten 20 Jahren tiefgreifend verändern. Insbesondere der Bildverarbeitung, der computerassistierten Chirurgie, der Simulation von Eingriffen und der Anwendung von Navigationshilfen werden große Bedeutung zugeschrieben.

Entwicklung der Chirurgie

Wissenschaftliche Chirurgie ist der Versuch, operative Grenzen zum Wohle unserer Patienten zu verschieben. In den vergangenen Jahrzehnten beruhte diese Grenzverschiebung des chirurgischen Fachgebietes insbesondere auf den signifikanten Verbesserungen der präoperativen Diagnostik, der Verfeinerung der chirurgischen Techniken, der Minimalisierung des Zugangstraumas, des perioperativen anästhesiologischen Managements, der Verbesserung der postoperativen Intensivmedizin und der verbesserten Unterdrückung des körpereigenen Immunsystems nach Organtransplantationen. Aber auch neue Erkenntnisse über kausale Krankheitsursachen und die Weiterentwicklung interventioneller Techniken, wie beispielsweise in der flexiblen Endoskopie, trugen und tragen wesentlich zum Patientennutzen bei.

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