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Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit vom 21. bis 23. Mai 2019 in Berlin Wo sich die Branche trifft

Bereits im Mai findet dieses Jahr der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit statt. Was Sie in Berlin erwartet? Ein Rundumschlag an Themen und Fragestellungen, die für die sich wandelnde Gesundheitswirtschaft von enormer Bedeutung sind.

Die digitale Revolution macht Unglaubliches möglich: Diagnostik schaut in Echtzeit zelluläre Prozesse im lebenden Organismus an und entschlüsselt genetische Krankheitsursachen. Therapien werden auf das Genom einzelner Individuen zugeschnitten, tödliche Krankheiten immer öfter zu chronischen Leiden reduziert. Es kommt zu überwältigenden Verbesserungen und Qualitätssteigerungen in der Gesundheitsversorgung. Jedenfalls theoretisch.

Zwar verfügt das deutsche Gesundheitswesen über Wissen und Instrumente für den digitalen Fortschritt, aber bei der Umsetzung hakt es. Anders als in den USA steht in Deutschland, das in Sachen Digitalisierung den Anschluss an führende Länder verloren hat, ein gesamtgesellschaftlicher Kraftakt bislang noch aus. Es fehlen auch gesetzliche Leitplanken. So ist etwa eine Interoperabilität zwischen den verschiedenen Patientenakten nicht sichergestellt. Rahmenbedingungen des Gesetzgebers wären die Festlegung technischer Standards ebenso wie die Anpassung von Berufsbildern in Medizin und Pflege im Hinblick auf Anforderungen durch die digitale Revolution.

Mehr als ein Blick in die Zukunft

Das Motto des 22. Hauptstadtkongresses lautet: „Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsberufe in Zeiten der Digitalisierung“. Der Kongress blickt in die Zukunft unseres Gesundheitswesens, beleuchtet Chancen und Hemmnisse. Wie immer stehen auf der Agenda auch alle anderen wichtigen Themen Branche. Einen Schwerpunkt bilden „Impulse aus den Bundesländern für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaftspolitik“. Themen von Gewicht sind auch: „Pflege außerhalb der Fallpauschalen – Anfang vom Ende der DRGs?“, „Reform des Morbi-RSA“ und „G-BA im Fokus: Neue Personen, neue Aufgaben, neue Prioritäten“.

Der Hauptstadtkongress ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege d ie jährliche Leitveranstaltung der Branche. Im Mai wird es wieder drei Tage lang im Berliner CityCube in rund 150 Einzelveranstaltungen mit über 600 Referenten um alle Facetten des Gesundheitswesens gehen.

Neben dem Hauptstadtforum Gesundheitspolitik, dem Dach des Hauptstadtkongresses, finden auch

  • der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation,
  • der Deutsche Pflegekongress und
  • das Deutsche Ärzteforum

wieder als Teile des Kongresses statt.

Breites Themenspektrum für die gesamte Pflege

Das Themenspektrum beim Deutschen Pflegekongress fällt breit aus. Es geht um Aus-, Fort- und Weiterbildung, um: Qualitätssicherung, Patientensicherheit, um die Aufgaben des Topmanagements, um Karriere und um das Management der pflegerischen Tätigkeiten vor Ort. Natürlich ist der wichtigste Themenblock die Pflegepolitik, denn mittlerweile ist Pflege ein Schwerpunkt der Gesundheitspolitik der Bundesregierung. Der Deutsche Pflegekongress wirft beispielsweise folgende Fragen auf: „Giffey, Spahn und Heil: Nur ein ‚Pflege-Schwur‘ statt konkretem Handeln?“, „Was können wir von der Konzertierten Aktion Pflege wirklich erwarten?“ oder „Mehr Pflegekräfte je Patient – aber wer zahlt dafür die Zeche?“ Aber es geht auch um: „Pflegekammern: Mit NRW wird das größte Bundesland jetzt auch entscheiden“ und „Versorgungsengpässe, Personalmangel, Leistungseinschränkungen – wird die Ambulante Pflege vergessen?“

Ein Schwerpunkt ist auch der Block „Personal“ – etwa mit den Themen: „Best“-Practice: Mitarbeiterbindung, moderne Einarbeitungskonzepte, Qualifikationsmix“, „Arbeitnehmerleasing in der Pflege: Abwärtsspirale in Sachen Qualität?“ oder „Tarifverträge, AVR, Allgemeinverbindlichkeit – wie viel Regulierung braucht die Lohnfindung in der Pflege?“

Mit einem neuen Format, den „Foren“ für das Pflegemanagement, soll der Pflegekongress noch interaktiver werden: Teilnehmer können mit den Referenten und untereinander diskutieren und praktisch umsetzbares Wissen an ihren Arbeitsplatz mitnehmen.

Mut zum unternehmerischen Management auf dem KKR

Der Managementkongress "Krankenhaus Klinik Rehabilitation" hat sich das Motto gegeben: „Modernisierung vor Regulierung – Mut zum unternehmerischen Management“. Ein Schwerpunkt des Kongresses werden richtungsweisende Modernisierungsstrategien sein – mit Themen wie: „Regulierung statt Modernisierung: Gesundheitswirtschaft im Rückwärtsgang?“, „Profit oder Wirtschaftlichkeit? Ärzte und Pflegekräfte kontra Ökonomie“, „Crowdfounding, Private Equity und noch viel mehr: Finanzierung auf dem richtigen Weg?“ oder: „Verwalter oder Gestalter? Unternehmerische Manager brauchen Mut“.

Wie immer greift der KKR aber Themen aus der gesamten Bandbreite von Klinik und Reha auf: So geht es etwa um Digitalisierung, um die Optimierung von Prozessen in Einkauf und Logistik, um Prozesspartnerschaften, Bauplanung im Klinikbereich, Prävention im digitalen Zeitalter und um innovatives Personalmanagement. Wichtiges Ereignis im Rahmen des KKR ist zudem die Präsentation des Krankenhaus Rating Reports 2019, der jährlich vom RWI vorgenommenen Auswertung der Jahresabschlüsse deutscher Krankenhäuser.

Die Zukunft der Medizin mitgestalten

Das Deutsche Ärzteforum widmet sich der Frage, wie die Ärzteschaft die Zukunft der Medizin mitgestalten kann. Dabei geht es u.a. darum, was Fernbehandlung leisten kann, was digitale Vernetzung für bessere Patientensteuerung bedeutet, mit welchen ethischen Fragen sich datengesteuerte Modelle der Zukunft auseinandersetzen sollten und wie Präzisionsmedizin im Smart Hospital funktioniert. In naher Zukunft werden Smart Hospitals, die elektronische Patientenakte und eine telematische Vernetzung aller medizinischen Leistungs­erbringer, die bis in die entfernteste Landarztpraxis des Landes reicht, realisiert sein. OP-Assistenzsysteme, Laborroboter, Decision Support für Mediziner werden vielerorts bereits jetzt eingesetzt. Therapien werden immer öfter auf das Genom einzelner Individuen zugeschnitten. Mit dieser Präzisionsmedizin können tödliche Krankheiten oft auf chronische Leiden reduziert werden. Mit der Gen-Schere lässt sich das menschliche Erbgut sogar reparieren – erste Erfolge damit machen Hoffnung auf die Heilbarkeit von Leukämie, HIV, Hämophilie und Alzheimer.

Auch aktuelle berufspolitische und medizinische Fragen stehen auf der Agenda: „Vertraut die Politik der gemeinsamen Selbstverwaltung noch?“, „Erlöse im Krankenhaus: Guter Arzt und trotzdem guter Manager?“, „Angestellte Ärzte in der ambulanten Versorgung: Traumjob oder Ausbeutung?“ und es wird eine Umfrage unter jungen Ärzten in Kliniken vorgestellt, die aufzeigt, was die Chefärzte von morgen wollen. Weitere Veranstaltungen gibt es zur politischen Debatte um Organspenden, zur Fehlerkultur im Medizinbetrieb, zum Terminservice- und Versorgungsgesetz, zur Arztpraxis der Zukunft, zu wirkungsvollem Klinikmarketing, zu Reha und Prävention und zur Frage, wie Ergebnisse aus der Versorgungsforschung in die Versorgung gelangen.

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