Frankfurt UAS und Goethe-Universität Wissenschaftliche Hebammenausbildung startet in Frankfurt

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Die Frankfurt University of Applied Sciences und die Goethe-Universität starten mit dem Universitätsklinikum Frankfurt einen gemeinsamen Bachelor-Studiengang Hebammenwissenschaften.

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Die Frankfurt UAS und die Frankfurter Goethe Universität starten eine wissenschaftliche Hebammenausbildung – © Frankfurt UAS

Die wissenschaftliche Hebammenausbildung beginnt mit dem nächsten Sommersemester 2022. Beide Hochschulen haben ein gemeinsames Konzept in Form von Bachelor und Masterstudiengängen entwickelt. In Hessen wird die Hebammenausbildung ab 2023 vollständig in Form eines Dualen Studiums angeboten.

Mit dem neuen Studiengang soll neben der akademischen Ausbildung der Hebammen auch der wissenschaftliche Nachwuchs gesichert werden. „Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften blicken wir mit unserem Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit auf eine lange Historie und hohe Expertise in diesem Bereich zurück. Neben vielfältigen Gesundheits- und Pflegestudiengängen mit hohen Praxisanteilen verfügen wir über zahlreiche Kooperationen mit Krankenhäusern“, erklärt Vizepräsident für Forschung und Lehre an der Frankfurt UAS , Prof. Dr.-Ing. René Thiele .

High-Tech Skills-Labs

Der Studiengang vereint den hebammenwissenschaftlichen Teil, rechtliche Themen und sozialwissenschaftliche Inhalte. Für den praktischen Teil wird aktuell ein computergestütztes High-Tech Skills-Lab eingerichtet. Dort können unterschiedliche Situationen des Geburtsprozesses geprobt werden.

Die Räume sind ausgestattet wie ein Kreißsaal. So wird die Teamarbeit praktisch geübt, die Geburt mit Simulationspuppen nachgestellt und Problemsituationen durchgespielt. In einem Debriefing-Raum erhalten die Studierenden videogestützt unmittelbares Feedback.

Musterbeispiel der Zusammenarbeit

Prof. Dr. Roger Erb, Vizepräsident der Goethe-Universität, nennt den gemeinsamen Studiengang Hebammenwissenschaften ein Musterbeispiel für optimale Kooperation. „Im Zuge der Kooperation wird neben dem berufsbildenden Bachelorangebot auch ein Masterstudiengang entwickelt, der weitere berufliche und wissenschaftliche Perspektiven eröffnet“, verrät Erb.

Ziel des Bachelorstudiums sei neben der optimierten Befähigung zur Erfüllung des Hebammenberufes v.a. ein interdisziplinäres Studium von Medizinstudierenden und Studierenden der Hebammenwissenschaften, um das Zusammenspiel dieser beiden Berufsgruppen im Umgang mit Neugeborenen zu optimieren.

Das Bachelor-Studium setzt sich zur Hälfte aus theoriebasierter Lehre (Vorlesungen, Seminare und Skills-Lab) sowie aus Praxiseinsätzen in den Krankenhäusern zusammen. Die Studierenden schließen gleichzeitig Arbeitsverträge mit Kooperationskrankenhäusern ab.