Social Media (Teil 23): Ende der Serie #wirsindda – wie Sie!

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Social Media

23 Ausgaben lang haben wir Ihre Social-Media-Aktivitäten begleitet. Gestartet sind wir im Oktober 2015 mit dem Facebook-Auftritt des SRH Wald-Klinikums in Gera. Jetzt sprechen wir über die Influencer der Pflege auf Instagram. Das Gesundheitswesen ist im Social Media angekommen – und mit ihm neue Herausforderungen.

Weitermachen, auch wenn es anstrengend wird! – © martialred (stock.adobe.com)

Es gibt sie da draußen, die Social-Media-Helden des Gesundheitswesens: das Wilhelmsburger-Krankenhaus Groß-Sand, das Rehazentrum Bad Bocklet, das Klinikum Dortmund, das Gertrudenstift Baunatal und das Klinikum Bielefeld – um eine kleine Auswahl zu nennen. Diese und viele weitere Einrichtungen hat HCM in den vergangenen zwei Jahren in der Social-Media-Serie vorgestellt. lhr Ziel: Die Außenwirkung als exzellente Gesundheitsversorger bzw. Arbeitgeber durch die sozialen Netzwerke zu verbessern. Als Social-Media-Tool stand Facebook damals klar im Fokus. Natürlich ging es auch immer wieder um Twitter, YouTube oder Blogs, aber grundsätzlich war Facebook das neue Mittel der Wahl, wenn man sein Image aufpeppen wollte. Heute sieht das etwas anders aus.

Angekommen, aber …

„Das Gesundheitswesen ist bei Social Media angekommen“, sagt Martin Schleicher. „Der Gesundheitswirt“ hat die HCM -Serie regelmäßig als Fachmann für Social Media und Onlinemarketing mit Einschätzungen und Ratschlägen unterstützt. Heute sieht Schleicher eine neue, große Social-Media-Herausforderung auf die Einrichtungen zukommen: „Facebook funktioniert für Unternehmensseiten nur noch richtig mit Budget. Das Spiel der kostenlosen Seitenerstellung und organischen Reichweitengenerierung ist zu Ende.“ Wer heute als Unternehmen auf ­Facebook Erfolg im Sinne von Reichweite haben möchte, muss definitv Geld in die Hand nehmen. Schuld daran ist das Geschäftsmodell von Facebook, mit einem Algorithmus das Ausspielen unterschiedlicher Posts zu filtern. Nach Schleichers Einschätzung haben Einrichtungen aktuell drei Möglichkeiten, wenn sie auf Facebook erfolgreich bleiben bzw. werden möchten:

  • maximaler Fokus auf guten Content, der vom ausdauernden Fachmann produziert und immer wieder neu getestet wird,
  • Ausrichtung auf kurze Videos und Live-Streaming und
  • für Reichweite bezahlen.

Alle drei Optionen sind für die breite Masse der Kliniken und Pflegeeinrichtungen nicht allzu attraktiv, da sie nur schwer bis gar nicht umsetzbar sind.

Was also tun?

Einige Einrichtungen sind die Flucht nach vorn angetreten und haben sich ein Instagram-Profil zugelegt. Mit Sicherheit eine gute Strategie, auch um die interne Kommunikation und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Sinne des Employer-Brandings voranzutreiben – zumindest vorerst. „Es bleibt abzuwarten, wie lange es dauert, bis auch Instagram wie Facebook Inhalte filtert und für Reichweite bezahlt werden muss“, gibt Schleicher zu bedenken.

Zugegeben, das klingt alles recht pessimistisch. Es soll die Social-Media-Nutzung aber keinesfalls in Frage stellen. Vielmehr ist die aktuelle Entwicklung ein Zeichen dafür, dass man nach wie vor ein gutes Konzept und v.a. Leidenschaft dafür braucht. So wie die junge Pflege, die sich seit einiger Zeit völlig unabhängig und rein aus persönlicher Überzeugung stark für den Beruf und die Branche macht. Auch das ist eine Art der internen Kommunikation, die für ein stärkeres Wir-Gefühl sorgt und zusammenrücken lässt – innerhalb einer ganzen Berufsgruppe. Vielleicht ein Denkansatz für die Social-Media-Ausrichtung von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

Das heißt also weitermachen, nicht im Status quo verharren, anpassungsfähig bleiben und neue Wege zu suchen, um sich im Social-Media-Dschungel nicht zu verlaufen. Auch wir tun das und sind als „hcm_magazin“ auf Instagram zu finden: #wirsindda, wo Sie sind (oder schon bald sein werden?) und werden Sie auch weiterhin in der Social-Media-Welt des Gesundheitswesens begleiten. bf

Eine Übersicht über alle Beiträge der HCM-Social-Media-Serie finden Sie mit einem Klick hierauf.