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Über die Zukunft der Online-Arztterminierung Wird das Wartezimmer digital?

Am Telefon einen Termin beim Arzt in der Praxis oder im Krankenhaus zu erfragen, ist mühselig. Meist sind aber nicht die fehlenden Behandlungstermine das Problem. Durch eine verbesserte Organisation können Ärzte mehr Termine anbieten. Das Wartezimmer könnte schon bald bedeutungslos sein. Fünf Szenarien.

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1. Patienten suchen zur Behandlung ihrer Erkrankung eine bestimmte Gruppe an Fachärzten aus und warten sehr lange auf einen Termin.

Durch die Angabe des Leitsymptoms der Erkrankung kann bei der Online-Arztterminierung ein sinnvolles Matching zwischen Patient und Facharzt arrangiert werden. Der Arztpool ist groß und der Patient ist nicht nur auf die eine Facharztgruppe angewiesen, die er kennt. So kann auch eine schnellere Behandlung möglich werden.

2. Termine werden in den Praxen häufig ohne Priorisierung blockiert. Das kann Slots für z.B. dringende Fälle blockieren.

Eine automatische Terminfindung nach Dringlichkeit kann Notfällen und Patienten, die längere Zeit auf einen Termin warten, einen Vorrang einräumen.

3. Eine Dringlichkeit der Behandlung seitens der Zuweiser wird bei der Terminvereinbarung durch den Patienten nur schwer ersichtlich.

Eine Vernetzung der Praxen ermöglicht die Terminvereinbarung zwischen den Ärzten für dringliche Fälle. Somit kann z.B. der Hausarzt direkt einen Termin beim Facharzt vereinbaren.

4. Viele Termine werden nicht ab-gesagt und lassen freie Lücken in den Kalendern der Ärzte.

Ein automatischer Reminder fragt beim Patienten einen Tag vor dessen Termin ab, ob er zum Termin erscheinen wird. Nur mit einem Mausklick kann der Patient den Termin absagen. Abgesagte Termine werden unmittelbar für das Arztteam ersichtlich und sofort wieder online freigeschaltet, egal wann.

5. Kurzfristig frei werdende Termine sind für Patienten zumeist unerreichbar.

Eine manuelle Übertragung der Termine durch das Praxispersonal in einem handgeschriebenen oder digitalen Kalender ist meist ineffizient. Heute ist es möglich, dass der Arzt freie Terminslots einträgt, die der Patient selbst auswählt – quasi wie bei der Buchung eines Sitzplatzes im Flugzeug.

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