Umfrage Wie zufrieden ist das Klinikpersonal mit digitaler Kommunikation?

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Digitalisierung

Gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut YouGov hat Avaya im Frühjahr 2021 eine Studie zur digitalen Kommunikation in Krankenhäusern umgesetzt. Das befragte Klinikpersonal der Häuser ist sich einig: Es besteht Verbesserungsbedarf.

Von Beliebtheit bis Hürden: bei der Umfrage wurde die Digialisierung im Gesundheitswesen bis ins Detail beleuchtet. – © iconimage (stock.adobe.com)

Sowohl bei den digitalen Kommunikationsmöglichkeiten für das Personal untereinander als auch für die Patientinnen und Patienten und deren Austausch mit dem Personal sieht das Klinikpersonal bei der Umfrage Luft nach oben. Dabei hat die Pandemie viele Prozesse auf dem Weg zur Digitalisierung angestoßen. Was in den deutschen Kliniken sehr erfreulich ist: Die medizintechnische Ausstattung wird von 67 Prozent der Befragten als positiv bewertet und auch mit den Unterhaltungsmöglichkeiten für  Patientinnen und Patienten stehen die Häuser gut da.

Digitalisierte Kommunikation bietet neue Chancen

Die Digitalisierung ermögliche es behandelten Personen, auf anderen flexibleren Wegen mit dem Personal zu kommunizieren und sich den Klinikaufenthalt gleichzeitig angenehmer zu gestalten. Die bisherigen Kommunikationsmöglichkeiten, wie etwa der Chat oder das Videogespräch mit Ärzteschaft oder Pflegepersonal, werden von den Befragten als unzufriedenstellend (44 Prozent) eingestuft, während immerhin knapp ein Viertel (23 Prozent) von guten bis sehr guten Kommunikationsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten in ihren  Kliniken sprechen können.

In diesem Zuge wurde auch  abgefragt, auf welchen Wegen das Personal von Anliegen der erkrankten Personen erfährt: 64 Prozent erhalten Benachrichtigungen klassisch über den Stationsalarm, 14 Prozent über das Mobilgerät und acht Prozent über den Beeper oder Pager. Wünsche können mittels einer App priorisiert werden, sodass medizinisches von nicht-medizinischem Personal entlastet werden kann – etwa, wenn jemand lediglich eine neue Flasche Wasser benötigt.

Sind interne Arbeitsprozesse bereit für das digitale Update?

Digitale Kommunikationstechnik soll zur Vereinfachung von Arbeitsprozessen beitragen und sei, entgegen vieler sorgenbehafteter Stimmen, weniger aufwändig zu implementieren und zu nutzen als oft angenommen. 26 Prozent der Befragten schätzen die digitale Kommunikationstechnik in ihren Häusern als mittelmäßig, 35 Prozent sogar als schlecht ein. Entsprechend überrasche es nicht, dass der Bedarf an  moderner Telekommunikation (44 Prozent) und telemedizinischen Netzwerken (z.B. zur Online-Zusammenarbeit; 38 Prozent) hoch eingestuft wird. Stichwort Zusammenarbeit: 75 Prozent kommunizieren persönlich mit anderen Fachabteilungen oder dem Kollegium, bei 65 Prozent läuft die Kommunikation über stationäre Telefone, bei 47 Prozent über Mobiltelefone. Mit sehr großem Abstand folgt die Videotelefonie per App (drei Prozent).

Zur Dokumentation wird überwiegend der Desktop-PC oder Laptop (68 Prozent) zur Hand genommen, knapp ein Viertel nutzt klassisch Papier und Stift (24 Prozent) und fünf Prozent setzen für ihre Dokumentationsarbeit ein Tablet oder Smartphone ein. Auch die Dokumentenübertragung fällt wohl noch in die Kategorie „old school“: 68 Prozent der Befragten nutzen noch immer mindestens einmal wöchentlich das Faxgerät.

Ein Blick in die Zukunft: „Hürden“ der Digitalisierung

Die Studienergebnisse zeigen, dass die deutschen Kliniken an vielen Stellen schon gut aufgestellt sind. So empfinden jeweils rund ein Drittel der Befragten die Wlan-Verfügbarkeit sowie  die Internetgeschwindigkeit und -stabilität als gut. Auch die Digitalkenntnisse des Personals werden als eher zufriedenstellend eingestuft – eine gute Grundlage, um mit der Digitalisierung der Krankenhäuser noch weiter voranzuschreiten.

Die größten Hürden werden hier eher beim fehlenden Personal (42 Prozent), bei den zu geringen oder fehlenden finanziellen Kapazitäten (39 Prozent) oder beim zu umfangreichen Datenschutz (30 Prozent) gesehen. Um diese Herausforderungen zu meistern, würden digitale Lösungen helfen, die intuitiv zu bedienen und schnell zu implementieren sind, sodass einer weiteren, schrittweisen digitalen Umstellung in den Krankenhäusern und Kliniken nichts im Wege stünde.

Weitere Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.