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Gender-Studie Wie viele Ärztliche Direktorinnen gibt es?

Eine neue Untersuchung von Solute hat den Anteil der Frauen in den ärztlichen Direktionen deutscher Kliniken untersucht und zeigt ein massives Ungleichgewicht auf.

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Solute hat auf Basis der Qualitätsberichtsdaten, die im Deutschen Krankenhausverzeichnis hinterlegt sind, untersucht, ob die Position der ärztlichen Direktion mit Männern oder Frauen besetzt sind. Die vorgefundene Geschlechterverteilung in den knapp 2.000 deutschen Kliniken wurde des Weiteren in Bezug zu anderen Parametern wie Bettenzahl bzw. Versorgungsstufe, Klinikart und Region gesetzt. Das Ergbnis: Der ärztliche Dienst wird zu 91 Prozent von Männern angeführt. Lediglich neun Prozent der Positionen in der ärztlichen Direktion werden von Frauen besetzt.

Mehr Ärztliche Direktorinnen in der Psychiatrie

Kleinere Abweichungen gibt es etwa bei der Klinikart: In Psychiatrien sind immerhin knapp 20 Prozent der ärztlichen Direktorinnen weiblich. Auch bei Betrachtung der Bundesländer lassen sich Unterschiede feststellen: Während der Bundesdurchschnitt bei knapp elf Prozent Frauen als Leitungen des ärztlichen Dienstes liegt, weist Bremen mit 33 Prozent den höchsten Anteil weiblicher Ärztlicher Direktorinnen auf; den niedrigsten Anteil hat das Saarland mit ausschließlich männlichen Leitern. In Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Berlin sind mehr als 15 Prozent weiblich, Hamburg liegt mit elf Prozent Ärztlicher Direktorinnen nache am Bundesdurchschnitt von 10,7 Prozent. In Hessen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Sachsen und NRW liegt der Anteil gleichermaßen bei neun Prozent. Dabei fällt laut Solute in den Ergebnissen auf, dass in den westlichen Bundesländern der Anteil der weiblichen Ärztlichen Direktorinnen in der Gesamtbetrachtung niedriger ist als in den östlichen Bundesländern.

Die Gender-Studie zu Ärztlichen Direktorinnen in Deutschland kann mit einem Klick hierauf kostenlos abgerufen werden.

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