Künstliche Intelligenz (KI) im Einsatz Wie kann KI im Krankenhaus funktionieren?

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Digitalisierung

Die Gesundheitsversorgung wird digitaler. Dabei fallen wiederholt die Begriffe KI und Big Data, die eine enorme Anzahl an Daten benötigen. Doch wie lassen sich Daten für diese Zwecke bestmöglich generieren und wieder sinnvoll im Arbeitsalltag einsetzen?

Veios bietet eine extreme Interkonnektivität zu bestehenden und neuen Systemen, um eine tiefgehende Digitalisierung zu erreichen. Die Software befindet sich im Rollout in der dermatologischen Ambulanz am LMU Klinikum in München. – © priyanka (stock.adobe.com)

Spätestens mit der Corona-Pandemie ist deutlich geworden, dass viele medizinische Versorgungsfragen nicht beantwortet werden können, weil die entsprechenden Daten häufig noch auf Papier und wenn digital, dann weder standardisiert noch strukturiert oder vernetzt vorliegen. Genau diese Daten sind allerdings essenziell, um valide Aussagen über beispielsweise den Krankheitsverlauf beeinflussende Faktoren treffen zu können sowie eine datenbasierte Forschung zu ermöglichen.

Problem: Unstrukturierter Fließtext

Ursache für die fehlenden digital strukturierten Daten sind u.a. die aktuell im Einsatz befindlichen Softwaresysteme. Nutzer dokumentieren darin nahezu ausschließlich unstrukturierten Fließtext. Selbst mit Methoden wie Natural Language Processing sind damit meist keine tatsächlich zuverlässigen Auswertungen mehr möglich. Darüber hinaus können bestehende Legacy-Systeme in Kliniken aufgrund ihrer veralteten Softwarearchitektur und unzureichenden Schnittstellen nur mit größter manueller Anstrengung und oft überhaupt nicht innovative Lösungen wie KI sinnvoll direkt in den Arbeitsablauf eines klinischen Arbeitsplatzsystems integrieren.

Das Start-up Veios Medical aus München löst mit seiner modularen Klinikplattform beide oben genannten Probleme in einem. Zum einen ermöglicht die hochmoderne Software Veios eine vollständig digitale und nutzerfreundliche Behandlungsdokumentation, die gezielt Ineffizienzen in heutigen Prozessen eliminiert. Zum anderen generiert die Software gleichzeitig auf Basis einer hochinnovativen Blockstruktur automatisiert vollständig strukturierte Datensätze mit bis zu 2.000 Datenpunkten pro Patienten.
Dabei unterstützen intelligente Datenbanken mithilfe von Autocomplete-Funktionen für eine standardisierte und beschleunigte Dokumentation, wobei das System sogar die Semantik der Daten versteht und die Datenbanken mit internationalen Standards wie SNOMED CT und LOINC verknüpft sind. Zudem werden die Daten komplett über Fachbereiche und den Zeitverlauf hinweg synchronisiert und aktuell gehalten.

Die automatisiert generierten Daten können so direkt für den zielgerichteten und gewinnbringenden Einsatz von KI in den Bereichen Forschung, Krankenhausmanagement und Abrechnung verwendet werden, um die Patientenversorgung maßgeblich zu verbessern und die Effizienz in Kliniken signifikant zu steigern.
Tiefgehend digitalisieren – auch in München.

Tiefgehende Digitalisierung in der dermatologischen Ambulanz am LMU Klinikum

Aufgrund der vollständig modularen Architektur auf Basis einer Vielzahl von Microservices bietet Veios darüber hinaus eine extreme Interkonnektivität zu bestehenden und neuen Systemen, um eine schrittweise Implementierung zu ermöglichen sowie eine tatsächlich tiefgehende Digitalisierung zu erreichen. Die Software befindet sich bereits erfolgreich im Rollout in der dermatologischen Ambulanz am LMU Klinikum in München und wird kontinuierlich für den Einsatz in weiteren Krankenhausbereichen weiterentwickelt.