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Universitätsklinikums St. Pölten "Wie hat es Ihnen heute geschmeckt?"

Am Universitätsklinikum St. Pölten setzt man seit Mitte Juni 2018 auf ein Smiley-Terminal zur laufenden Messung und Erhöhung der Gästezufriedenheit. Küchenleiterin Helga Delivuk gibt einige Einblicke in den Alltag des Küchenteams und spricht von ihren Erfahrungen mit dem Bewertungssystem.

Topic channels: Verpflegung & Catering und Healthcare global

Die Küche des Universitätsklinikums St. Pölten sorgt mit ihrer Mannschaft von 60 Personen für die Zubereitung von über 6.000 Mahlzeiten am Tag. Im Mitarbeiterrestaurant werden am Tag mehr als 1.000 Essen angeboten. Die Bedeutung der Qualität des Essens und des Geschmacks für das Wohlbefinden der Mitarbeiter wird als sehr hoch eingestuft. An der Uniklinik St. Pölten ist man sich darüber bewusst, dass sich die Zufriedenheit mit den Speisen auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter auswirkt. Doch das galt es auch zu kontrollieren. Daher entschloss sich die Küchenleitung im Juni 2018 gemeinsam mit der Klinikleitung, die Wahrnehmung der Mitarbeiter und anderer Gäste zum
Menüangebot täglich und permanent zu messen und auszuwerten. Anhand der Meinung über die erlebte Qualität des Speisenangebots wir die weitere Menügestaltung angepasst. Helga Delivuk, die Leiterin der Küche erklärt dazu: "Das Geschmackserlebnis ist für unsere Gäste der wichtigste Faktor. Mit der neuen Lösung von 'HappyOrNot“
erkennen wir nach Ende der Essenzeit, wie gut die Speisen an diesem Tag geschmeckt haben. Wir erfahren, wie gut eine Menükombination des jeweiligen Tages angekommen ist und können beim nächsten Menüplan eine Anpassung vornehmen."

So wurde nach Aussage der Einrichtung Ende Oktober 2018 eine größere Menüumstellung vorgenommen. Mit dem System des Smiley-Terminals konnte das Küchenteam den Erfolg aus Sicht der Mitarbeiter genau monitoren und täglich messbar machen. „Die Kundenzufriedenheit manifestiert sich bei den Gästen im Mitarbeiterrestaurant v.a. im Geschmackserlebnis. Täglich über 220 Feedbackwerte sind nach Tagesperiode, nach Wochentag oder nach Monat auswertbar und geben in Verbindung mit der langjährigen Erfahrung des Küchenteams einen verbesserten Einblick über die erlebte Gästezufriedenheit“, meint Franz Michael Bauer, geschäftsführender Gesellschafter der ScanLang
GmbH, die als Partner für die Implementierung des HappyOrNot-Smiley-Terminalsystems beauftragt wurde.

Rezeptvorschläge und regionale Produkte sind willkommen

Damit die Qualität auch wirklich ankommt, setzt die Küchenleiterin auf einen Strategienmix, wenn es um die Zubereitung und Bereitstellung geht. So ist es z.B. eine Option, dass Rezepte vorgeschlagen werden können. "Es ist durchaus möglich, einen Rezeptvorschlag in den Plan aufnehmen zu lassen", erklärt Delivuk. Zwar müsse das neue Rezept einige Schritte durchlaufen, bis es von der Klinikküche angeboten werden könne, aber es kann umgesetzt werden, sobald es von einem Gremium überprüft wurde.

Besonderen Fokus legt man in der Küche in St. Pölten auch auf Regionalität. "Vor allem das Obst und Gemüse liefern überwiegend die Bauern direkt in die Küche", erklärt Delivuk. "Unsere Bauern haben sich im Laufe der Zusammenarbeit auf bestimmte Lebensmittellieferungen für die Uniklinik spezialisiert. Es gibt Bauern, die schon seit Jahren den gesamten Schnittlauch und die Petersilie liefern. Überhaupt hat sich in den letzten zehn Jahren der Anteil des eingesetzten Gemüses verstärkt, v.a. Wintergemüse."

Und welche Erfahrungen hat das Küchenteam gemacht, als die Menüs im Oktober 2018 auf eine noch gesündere Variation umgestellt wurde?

"Wir haben ein Nudelbuffet als vierte Menülinie eingeführt und das Salatbuffet erweitert, z.B. mit einem erhöhten Anteil an Rohkostsalaten und mehr Toppings. Wir haben einen höheren Anteil an vegetarischen Laibchen angeboten, z.B. Gemüselaibchen mit Bulgur. Wir bieten also die drei Hauptmenüs mit den Linien

  • Vitalküche,
  • leichte Vollkost und
  • Hausmannskost an.

Diese drei Menüs können sowohl von den Patienten als auch von den Mitarbeitern gegessen werden. Weil unsere Mitarbeiter ja meist viele Jahre im Klinikum sind, gibt es für sie noch ein zusätzliches Tagesgericht, dazu das erwähnte Nudelbuffet und das Salatbuffet. Hier kann der Mitarbeiter die Komponenten selbst zusammenstellen. Der Anteil der vegetarischen Menüwahl liegt bei den Mitarbeitern bei unter zehn Prozent, es ist daher wichtig, dass auch die anderen Menülinien ausgewogen sind und qualitativ hochwertige Zutaten eingesetzt werden", sagt Delivuk.

Über HappyOrNot

Der finnische Anbieter bietet Services und Technologie zur Auswertung und Verbesserung des Kundenerlebnisses sowie Lösungen für die Erhöhung der Patientenzufriedenheit. In Österreich arbeiten verschiedene Krankenhäuser und Betreiber von Personalrestaurants mit den Produkten zur Messung der Zufriedenheit.

Über ScanLang GmbH

Die ScanLang GmbH ist auf die Implementierung von Kunden-, Patienten- und Mitarbeiterdialoglösungen von HappyOrNot in Österreich spezialisiert. Das von dem Österreicher Franz Michael Bauer und der Finnin Katja Jääskeläinen 2014 gemeinsam gegründete Unternehmen ist seit 2014 der österreichische Händler und Implementierungspartner des finnischen HappyOrNot-Systems. In Österreich setzen 17 Gesundheitseinrichtungen das System ein.

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