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Krankenhausaufenthalte Weniger Betten, jedoch mehr Patienten

19,2 Millionen Menschen wurden 2015 in Deutschland stationär im Krankenhaus behandelt. Damit gab es 34.800 (+0,2 Prozent) Fälle mehr als 2014. Durchschnittlich dauerte der Aufenthalt 7,4 Tage. Dies sind die aktuell veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes (Destatis).

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Weniger Betten, jedoch mehr Patienten

In 1.953 Krankenhäusern standen insgesamt 498.000 Betten zur Verfügung – 2.700 weniger als im Jahr 2014. 48,1 Prozent der Betten standen in Kliniken öffentlicher Träger, 33,7 Prozent in einem der freigemeinnützigen Häuser und 18,3 Prozent in Einrichtungen privater Träger. Die durchschnittliche Bettenauslastung lag bei 77,6 Prozent: 79,4 Prozent in öffentlichen Krankenhäusern, 76,1 Prozent in freigemeinnützigen und 75,4 Prozent in privaten Häusern.

Rund 882.300 Vollkräfte versorgten vergangenes Jahr die Patienten. 153.900 Vollkräfte gehörten zum ärztlichen und 728.400 zum nichtärztlichen Dienst, darunter 320.200 Vollkräfte im Pflegedienst. Die Zahl der Vollkräfte nahm im Vergleich zum Vorjahr im ärztlichen Dienst um 3.100 (+2,1 Prozent) und im nichtärztlichen Dienst um 19.700 (+2,8 Prozent) zu, während die Zahl der Pflegevollkräfte um lediglich 1.400 (+0,5 Prozent) stieg.

Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen

In den insgesamt 1.153 Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen ließen sich letztes Jahr 3.600 (-0,2 Prozent) Patienten weniger stationär behandeln als im Vorjahr: Rund 1,97 Millionen Menschen wurden hier versorgt. Es standen 164.700 Betten zur Verfügung. Anders als bei den Krankenhäusern sind bei den Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen private Träger mit 65,9 Prozent aller Betten die größten Anbieter. Einrichtungen öffentlicher Träger verfügten über 18,6 Prozent der Betten. Den geringsten Anteil hatten freigemeinnützige Einrichtungen mit 15,5 Prozent aller Betten. Die durchschnittliche Bettenauslastung lag bei 82,9 Prozent. Öffentliche Einrichtungen erreichten eine Belegung von 91,6 Prozent, private Einrichtungen waren zu 80,4 Prozent ausgelastet.

Rund 8.600 Vollkräfte im ärztlichen Dienst und 83.500 Vollkräfte im nichtärztlichen Dienst, darunter 21.300 Pflegevollkräfte, versorgten die Patienten in diesen Einrichtungen.

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