WMA Weltärztebund: Dr. Osahon Enabulele übernimmt Präsidentschaft

Zugehörige Themenseiten:
Ethik und Personalien

Dr. Osahon Enabulele, ehemaliger Präsident des nigerianischen Ärzteverbandes, ist neuer Präsident des Weltärztebundes (World Medical Association, WMA). Er übernahm das Amt auf der WMA Generalversammlung in Berlin.

Dr. Osahon Enabulele, neuer WMA-Präsident. – © Screenshot HCM/https://www.facebook.com/drosahonenabulele/

In seiner Antrittsrede auf der WMA Generalversammlung, die vom 5. bis 8. Oktober 2022 in Berlin stattfand, forderte Enabulele, mehr in das Wohlergehen, die Arbeits- und Lebensbedingungen von Ärztinnen und Ärzten zu investieren.

„Dies soll dazu beitragen, den körperlichen und geistigen Burn-out und den Braindrain bei der Ärzteschaft und anderen Angehörigen von Gesundheitsberufen abzumildern oder zu vermeiden, insbesondere in bereits unterversorgten Ländern.“

Dr. Osahon Enabulele

Enabulele ist Chief Consultant Family Physician/Consultant Special Grade I, Fellow des West African College of Physicians (FWACP), Fellow der Nigerian Medical Association (FNMA) und hat einen Master-Abschluss in Gesundheitsplanung und -management (MHPM).

Bereits seit zwei Jahrzehnten setzt er sich in seinem Heimatland Nigeria, auf dem afrikanischen Kontinent und darüber hinaus insbesondere für die Weiterentwicklung des Arztberufs, die Stärkung der Gesundheitssysteme sowie die Förderung der ärztlichen Autonomie ein.

Auf der Generalversammlung der WMA in Berlin wurde u.a. über die Vorschläge zur Überarbeitung des Internationalen Kodex für Medizinethik diskutiert. Die Bundesärztekammer führte den Vorsitz der internationalen Arbeitsgruppe zur grundlegenden Überarbeitung dieses Kodex. Als weitere Themen standen u.a.

  • Diskriminierung älterer Menschen im Gesundheitswesen,
  • Rassismus in der Medizin sowie
  • Aktualisierung der Leitprinzipien für die Nutzung von Telemedizin

auf der Tagesordnung.