SpiFa Weiterbildung der Ärzteschaft aus Bundesmitteln

In seiner Mitgliederversammlung brachte der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) zum Ausdruck, dass er von der neuen Regierung eine nachhaltige Reform der stationären Versorgung erwarte, u.a. eine Ausgliederung der Pflegepersonal- und Arztkosten aus dem DRG-System sowie eine neue Finanzierungsstruktur.

Weiterbildung Ärzte
Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) sieht die Weiterbildung der Ärzte als „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“. – © MicroOne (stock.adobe.com)

Um die Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung zu verbessern und strukturell neu aufzustellen, schlägt der SpiFa eine neue Struktur und Vergütung ärztlich intersektoraler Leistungen vor. Dabei solle die Losung „gleiche Leistung, gleiche Qualität, gleicher Preis“ gelten. Der SpiFa erhoffe sich davon auch eine Absenkung der Sektorengrenze.

Weiterbildung eine gesellschaftliche Aufgabe

Die ambulant/stationäre Weiterbildung verstehe der SpiFa als „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“. Dazu forderte der Verband die künftige Bundesregierung auf, „konsequent alle Möglichkeiten einer zusätzlichen Finanzierung zu prüfen, beispielsweise auch aus dem Bereich Bildung und Forschung“.

Die Forderung nach der Entbudgetierung im Niedergelassenen-Bereich bleibt ein Dauerbrenner des SpiFa. Er wünsche sich von der neuen Regierung, dass alle relevanten Betreuungs- und Koordinationsleistungen sowie die Leistungen, die die Abrechnung der pauschalierten fachärztlichen Grundvergütung nicht verhindern, vollständig in die Extrabudgetäre Gesamtvergütung überführt werden. „In diesem Zusammenhang muss auch gesichert sein, dass die gesetzlichen Krankenkassen, wie gesetzlich vorgesehen, auf Dauer und unumkehrbar das Morbiditätsrisiko übernehmen“, sagt Dr. Helmut Weinhart, stellvertretender Vorsitzender des SpiFa-Vorstands.