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Social Media (Teil 20): Ein Shitstormresümee „Was ist in deinem Kopf los?“

In der Juni-Ausgabe von HCM haben wir darüber berichtet, dass die Frankfurter Rotkreuz-Kliniken das Kopftuch als optionales Kleidungsstück in ihre Dienstbekleidung aufgenommen haben. In einem Pro-&-Contra haben Experten die Hygieneaspekte diskutiert. Die Facebook-Community reagierte mit einem Shitstorm, der thematisch allerdings in eine andere Richtung ging – ein Fazit der Autorin.

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Es war irgendwann im Frühjahr. Ich hatte Martin Camphausen, den damaliger Pressesprecher der Frankfurter Rotkreuz Kliniken, am Telefon: „In unserem Haus dürfen Mitarbeiterinnen ab sofort ein Kopftuch tragen, wenn sie das möchten. Es gehört jetzt offiziell zur Dienstbekleidung und wird vom Krankenhaus auf Wunsch gestellt“, erzählte er mir. Mein erster Gedanke: Tolle Geschichte, will ich haben. Er organisierte mir ein Interview mit Bouchra Boulaich, Krankenpflegeschülerin, und Dr. Marion Friers, Geschäftsführerin Personal, Pflege, Kommunikation. Bouchra hatte den Anstoß für die Veränderung gegeben, Dr. Friers dafür gesorgt, dass eine Lösung für Bouchras Anliegen gefunden wurde – seit dem gibt es die Frage „Darfst du das Ding da überhaupt tragen?“ nicht mehr – eine Erleichterung für alle Mitarbeiterinnen des Hauses, die sich dazu entscheiden, ein Kopftuch zu tragen. Unter Einhaltung sämtlicher Hygienevorgaben, versteht sich. Deshalb ist das Kopftuch eigentlich auch ein Tischtuch. Doch das ist nicht entscheidend. Im Interview mit den beiden wurde mir klar, ich spreche mit zwei mutigen Frauen, die für ihre Werte einstehen und sich nicht davor scheuen, diese in der Öffentlichkeit zu vertreten – die wahre, inspirierende und ermutigende Geschichte hinter dem Beitrag.

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