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Preisverleihung VLK-Zukunftspreis geht an DIVI-Präsident Uwe Janssens

In diesem Jahr hat sich Prof. Dr. Uwe Janssens, Präsident der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, für eine verbesserte Patientenversorgung im Rahmen der Pandemie eingesetzt, u.a. mit Einführung des DIVI-Intensivregisters. Der Verband der Leitenden Krankenhausärzte zeichnet ihn hierfür mit dem Zukunftspreis aus.

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Der Verband der Leitenden Krankenhausärzte e.V. (VLK) verleiht seit dem Jahre 2013 seinen Zukunftspreis an Persönlichkeiten, die durch zukunftsorientierte Leistungen im Gesundheitsbereich zur Verbesserung der Patientenversorgung beitragen. In diesem Jahr geht der Preis nach einstimmigem Beschluss des VLK Präsidiums an Prof. Dr. Uwe Janssens, den Präsidenten der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI). Er hat durch zahlreiche Aktivitäten maßgeblich dazu beigetragen, die intensivmedizinische Versorgung von Covid-19 Patienten zu sichern. Die Preisverleihung findet heute ab 12 Uhr live im Rahmen der Auftaktveranstaltung des virtuellen 43. Deutschen Krankenhaustages im Rahmen der virtual.MEDICA 2020 statt.

Intensivmedizin als Teamleistung

Die Auswahl des Preisträgers und das Thema seines Vortrags "Intensivmedizinische Versorgung von COVID-19 Patienten" im Rahmen der Auftaktveranstaltung des virtuellen 43. Deutschen Krankenhautages ist hochaktuell. In einer nie dagewesenen Intensität wird uns die Bedeutung der stationären und insbesondere intensivmedizinischen Versorgung für die Daseinsvorsorge vor Augen geführt. Ein besonderer Verdienst kommt hierbei den handelnden Personen vor Ort, den Pflegekräften und Ärzten zu, die einen großartigen Job machen - trotz ständiger Infektionsgefahr. Intensivmedizin ist eine Teamleistung. Einer aus diesem Team ist, wie er sich selbst sieht, der Präsident der DIVI, Prof. Dr. Uwe Janssens.

Er hat maßgeblichen Anteil daran, dass im Frühjahr das DIVI-Intensivregister aus dem Boden gestampft werden konnte, das seinen Wert besonders jetzt bei massiv steigenden Fallzahlen unter Beweis stellt und eine zielgerichtete Planung und Versorgungssteuerung bei COVID-19 Patienten erst möglich macht. In einer Zeit drohender Laborüberlastungen und vielstimmiger Diskussionen über die Anzahl notwendiger Tests hat er mit anderen Fachgesellschaften zusammen eine S1 Leitlinie für Testungen bei Mitarbeitern im Gesundheitswesen erstellt, die eine klare Teststrategie abhängig von der Tätigkeit und dem Infektionsrisiko vorgibt.

Was tun, wenn Intensivkapazitäten nicht reichen?

Wieder gemeinsam mit zahlreichen anderen Fachgesellschaften haben er und die DIVI die Covid-19 Ethik-Empfehlungen - inzwischen in der zweiten Fassung - auf den Weg gebracht, die Ärzten im Falle nicht mehr ausreichender intensivmedizinischer Ressourcen eine Handlungsorientierung geben. Eine Situation, die hoffentlich in Deutschland nicht eintritt, aber mitnichten ausgeschlossen ist. Darüber hinaus hat er in den Medien der Medizin eine Stimme gegeben, die sich durch ihre Sachkenntnis erfreulich von dem ein oder anderen Beitrag abhebt. Der VLK gratuliert Herrn Prof. Dr. Janssens zu diesem wohlverdienten Preis, der mit einem Preisgeld von 3.000,- Euro versehen ist.

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