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Ausbildung Mit Virtual Reality Pflege-Nachwuchs begeistern und gewinnen

Corona hat gezeigt, dass digitale Lösungen essentiell für erfolgreiches Personalmarketing und Recruiting sind – v.a. in der Pflege. An innovativen und praxistauglichen Konzepten mangelt es jedoch. Wie Virtual Reality in der Ausbildung zum Einsatz kommen kann, zeigt das Startup Stelldirvor auf der Altenpflege-Messe.

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Die durch den zunehmenden Fachkräftemangel angespannte Situation in der Pflege hat sich in den letzten Monaten durch die Corona-Krise verschärft. Zwar haben einzelne digitale Lösungsansätze zeitweise für Entlastung gesorgt, doch flächendeckende Konzepte zu einer nachhaltigen Entlastung im Alltag sowie Motivation und Qualifikation von neuem Personal fehlen. In der Industrie werden immersive Technologien wie Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) bereits erfolgreich für Trainings und Alltagsunterstützung eingesetzt. Mit VR-Headsets wird Personal über virtuelle Simulationen und Trainings ortsunabhängig effizient geschult. AR-Anwendungen unterstützen durch informative Überlagerungen und Realitätserweiterungen unkompliziert im Alltag. Das Münchener Startup Stelldirvor möchte diese innovativen Trainingsansätze nun auch in die Pflege bringen und hat hierfür mit dem "Digital und virtuell unterstützen Mitarbeiter-LifeCycle" ein holistisches Modell entwickelt.

"Durch den Einsatz von Virtual und Augmented Reality möchten wir neue Bewerber für den Pflegeberuf gewinnen, die Qualifikation flexibler gestalten und v.a. Entlastung im Alltag schaffen. Mit unserem LifeCycle-Modell stellen wir sicher, dass der Technologieeinsatz menschen- und praxisorientiert erfolgt.", sagt Theda Ockenga, Geschäftsführerin von Stelldirvor.

Pflegepersonal motivieren und qualifizieren

Mit 360-Grad-Videos und virtuellen Trainings erhalten Interessierte und Anwärter einen "realen" Einblick in den Pflegeberuf sowie das Arbeitsumfeld. So können sie sich bereits vorab mit Standardprozessen vertraut machen. Im internationalen Kontext können durch die starke Immersion ortsunabhängige, interkulturelle Trainings angeboten werden, die Soft-Skills vermitteln und Sprachkenntnisse vertiefen.

Virtuelle Simulationen in Aus-, Fort- und Weiterbildung

In Virtual Skills Labs werden praxisrelevante Kompetenzen, wie z.B. standardisierte Techniken und Abläufe (Expertenstandards und Handlungskompetenz), erworben und gestärkt. VR-Gruppentrainings verbessern die Zusammenarbeit im Team, die Kommunikation mit Patienten sowie den Umgang mit komplexen und risikobehafteten Situationen. Durch die virtuellen Trainings wird zudem die Arbeits- und Patientensicherheit verbessert. "Unser Ziel ist, die bisher in Simulationszentren erfolgten Trainings mit der virtuellen Realität zu erweitern und mit Augmented Reality zu unterstützen, um so ein flexibleres und ressourcenschonendes Training zu ermöglichen.", kommentiert Dr. Mark Weinert, Experte für medizinische Simulationen, den innovativen Trainingsansatz.

Einarbeitung und Alltag

Bei der Einarbeitung sowie dem Informationsmanagement im Alltag sollen Mitarbeitende von digitalen Alltagshelfern und Augmented Reality-Anwendungen unterstützt und entlastet werden. Informative Überlagerungen in der Realität vermitteln Anleitungen und Basiswissen (z.B. zu Abläufen, dem Arbeitsplatz oder dem Bedienen von Geräten) besonders anschaulich. Aktuell entwickelt das Unternehmen zudem eine Augmented-Reality-gestützte Lösung für die Laien- bzw. Angehörigenpflege.

Das Modell zur Motivation, Qualifikation und Unterstützung von Pflegepersonal wird auf dem virtuellen Messestand und zahlreichen Vorträgen während der virtuellen Leitmesse Altenpflege vom 6. bis 8. Juli 2021 vorgestellt.

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