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"Das Krankenhaus zur Freiheit" Viraler Facebook-Post: Warum Schutzmaßnahmen sinnvoll sind

Am Wochenende demonstrierten 20.000 Bürger gegen die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen wie den umstrittenen Mund-Nasen-Schutz. Ein Mediziner hält den Demonstranten nun unter der Überschrift "Das Krankenhaus zur Freiheit" den Spiegel ihrer Forderungen vor.

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"Willkommen im Krankenhaus zur Freiheit! Wir trauen Ihnen zu, selbst zu entscheiden, ob Sie eine Gesichtsmaske tragen möchten. Im Geist der individuellen Freiheit darf sich aber auch unser Personal aussuchen, welche Sicherheitsmaßnahmen es bei Ihrer Behandlung bevorzugt." Mit diesen Sätzen startet der mittlerweile über 13.000 Mal geteilte Facebook-Post von Dr. med. Bernd Guzek. Der Gründer des Ärztenachrichtendienst nimmt die Leser dabei mit in ein Krankenhaus, in dem Freiheiten gelten, die viele Gegner der Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus fordern.

Händewaschen als Kann statt Muss

In der fiktiven Klinik wird auch ermutigt was das Händewaschen angeht, aber Vorschriften gelten nicht: "Wir ermutigen unsere Mitarbeiter selbstverständlich, sich nach dem Toilettenbesuch die Hände zu waschen. Gleiches schlagen wir vor, wenn diese gerade die eitrige Operationswunde Ihres Nachbarpatienten versorgt haben und nun bei Ihnen weitermachen wollen. Wir haben aber Verständnis dafür, dass manche Menschen auf Seifen allergisch sind oder sich nicht gern die Hände waschen. Es ist nicht unsere Aufgabe als Klinikleitung denen zu sagen, was sie tun sollen."

Kritik an Egoismus

Auf diesem Weg möchte er "den Spieß umdrehen" und Maskenverweigerern und Co. zeigen, dass es bei den Maßnahmen um den Schutz anderer geht, insbesondere von Risikogruppen: "Sicherlich stimmen Sie uns zu, dass dies ein kleiner Preis ist für die süße Freiheit, dass keinem gesagt wird, was er zu tun hat – schon gar nicht beim Einkaufen oder in der Bahn eine Maske zu tragen aus dem dummen Grund, die Gesundheit fremder Leute zu schützen."

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