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Doctolib Videosprechstunden trotz Lockerungen zunehmend etabliert

Trotz Lockerungen steigt die Zahl der vereinbarten Videosprechstunden auf Doctolib im Mai. Das Unternehmen rechnet daher auch in den kommenden Monaten mit einer stabil hohen Nachfrage. Das Online-Angebot könnte von der Nische zur Routine werden.

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Arztkonsultationen per Videosprechstunde verzeichneten seit Mitte März infolge der Corona-Pandemie einen steilen Anstieg. Doctolib, eines der größten E-Health-Unternehmen Europas und Anbieter von Online-Terminvereinbarung und Videosprechstunden, erwartet eine langfristige Etablierung der Telemedizin. Das legen sowohl die stabilen Terminvereinbarungen von Videosprechstunden als auch die Rückmeldungen von Seiten der Ärzte nahe.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie nutzten viele Patienten die Videosprechstunde als sichere Alternative zu Vor-Ort-Terminen in Arztpraxen. Wenngleich mit den stückweisen Lockerungen im Mai auch der Vor-Ort-Besuch in den Arztpraxen wieder einfacher möglich wurde, weisen die Daten des Unternehmens Doctolib auf ein nachhaltiges Interesse an den Online-Konsultationen hin: Im April nahmen 4.133 Patienten die Videosprechstunde über Doctolib wahr, im Mai waren es mit 4.870 Video-Konsultationen sogar rund 700 mehr.

Termine online buchen via App

Über die App und Webseite von Doctolib können Patienten persönliche und digitale Termine bei rund 10.000 Ärzten in Deutschland online buchen und verwalten, sowie Videosprechstunden mit ihrem Arzt durchführen. Die Nutzung der Doctolib Videosprechstunde ist für medizinische Einrichtungen bis einschließlich September kostenlos. Für Patienten erfolgt die Abrechnung der Nutzung direkt mit den Krankenkassen.

Online-Sprechstunde zunehmend etabliert

Ilias Tsimpoulis, Geschäftsführer von Doctolib Deutschland, sieht in den bisherigen Ergebnissen einen deutlichen Beleg dafür, dass sich die Videosprechstunde bereits jetzt bei Ärzten und Patienten etabliert hat: „Die Corona-Pandemie hat Ärzte wie Patienten die Erfahrung machen lassen, wie hilfreich digitale Anwendungen wie die Videosprechstunde sein können und hat dazu geführt, dass anfängliche Berührungsängste abgebaut werden konnten. Künftig werden Patienten und Ärzte situationsbedingt gemeinsam entscheiden, ob es sinnvoll ist, in die Praxis zu kommen – denn die Online-Konsultation wird jetzt als einfache Alternative wahrgenommen. Wir rechnen daher eindeutig mit einer Stabilisierung der Nachfrage. Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen gehen wir davon aus, dass sich die Nachfrage stabil bei etwa 60 Prozent des Volumens der vergangenen beiden Monate einpendelt. Das entspricht voraussichtlich knapp 3.000 Videokonsultationen im Monat.“

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