Fachkräftemangel -

Pro und Contra E-Recruiting in der Pflegebranche Via Facebook & Co. Fachkräfte gewinnen

Pflegeeinrichtungen sind im Wettkampf um qualifiziertes Fachpersonal gut beraten, sich als attraktiver Arbeitgeber mediengerecht zu präsentieren. Soziale Netzwerke können dabei hilfreich sein, sind aber auch mit Vorsicht zu genießen. Lesen Sie, wie Sie sich Facebook & Co. ohne negative Bummerang-Effekte zu Nutze machen können.

Themenseiten: Social Media und Fachkräftemangel

Laut Prognose des Statistischen Bundesamtes werden aufgrund der demografischen Entwicklung in der professionellen Pflege bis 2025 zwischen 19,5 und 27,3 Prozent zusätzliche Vollzeitkräfte benötigt (Afentakis & Maier 2010). Neben besseren Arbeitsbedingungen und der Attraktivitätssteigerung der Pflegeberufe wird vorgeschlagen, „stille Reserven“ (z.B. Berufsrückkehrer) stärker zu integrieren (Dörpinghaus & Evans 2011). Unabhängig davon, ob um Berufsrückkehrer, Berufsstarter oder Berufstätige, für die Pflegeeinrichtung hat der Wettlauf um geeignete Arbeitskräfte längst begonnen.

Das Internet stellt mit den einflussreichsten Medienkanal dar, denn hierzulande besitzen nicht nur 83 Prozent der Bundesbürger einen Internet-Anschluss (Eurostat 2011), sondern das Internet ist bei der Recherche nach potenziellen Arbeitnehmern und bei der Suche nach Fachpersonal das Medium Nr. 1. Denn Online-Stellenbörsen sind, gemäß der Studie „Bewerbungspraxis 2011“ der Monster World GmbH und der Universität Bamberg, bei rund 11.000 Stellensuchenden mit 66,8 Prozent, bei der Jobsuche vor Print-Anzeigen (mit 28,4 Prozent) das am häufigsten gewählte Medium (Monster 2011). Da allein zwei Drittel aller Nutzer in mindestens einem sozialen Netzwerk (76 Prozent bei z.B. Facebook, XING etc.) angemeldet und 73 Prozent aktiv sind (BITKOM 2011a), gewinnen Social Media als Teilsegment der Online-Rekrutierung stetig an Bedeutung. Doch für Arbeitssuchende wie Arbeitgeber können Social Media Segen und Fluch zugleich sein.

Social Media = Facebook?

Auch wenn Social Media oft in der breiten Öffentlichkeit mit sozialen Netzwerken wie Facebook gleichgesetzt werden, fallen darunter alle Online-Technologien und Praktiken, bei denen Internet-Nutzer Informationen, Inhalte und Erfahrungen miteinander austauschen und gestalten. Somit sind Social Media nicht auf soziale Netzwerke (z.B. Facebook, XING) beschränkt, sondern schließen auch Webblogs, Wikis, Foren, YouTube sowie Bewertungsportale mit ein.

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