Politik -

Vertrauliche Geburt: Gesetz in Kraft

Am 1. Mai 2014 ist das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt in Kraft getreten. Schwangere in Not haben damit die Möglichkeit, ihr Kind sicher – und auf Wunsch vertraulich – in einer Klinik oder bei einer Hebamme auf die Welt zu bringen.

Mit dem Gesetz soll ein medizinisch sicheres Angebot für Frauen geschaffen werden, die ihre Schwangerschaft geheim halten wollen oder müssen. Die Regelung sichert ihnen für die Dauer von 16 Jahren völlige Anonymität zu, danach kann ausschließlich das Kind Einsicht in seine Herkunft erhalten. Die neuen Bestimmungen zur vertraulichen Geburt sehen ein zweistufiges Verfahren vor. Zunächst bieten die Schwangerschaftsberatungsstellen Hilfen und Beratung zur Lösung des Konflikts an, der den Wunsch nach Anonymität bedingt hat. Erst wenn feststeht, dass sich die Frau trotz guter Hilfsangebote nicht offenbaren will, wird sie auf einer zweiten Stufe zur vertraulichen Geburt beraten. "Die frühzeitige, kontinuierliche Beratung im Zusammenspiel mit der Zusicherung der Vertraulichkeit ist unverzichtbar, um Schwangere in Not für die Annahme von Hilfe zu gewinnen", erklärt Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig (SPD).

Betroffene Frauen können sich seit dem 1. Mai umfassend im Internet unter www.geburt-vertraulich.de informieren. Ab dem 1. Oktober 2014 sollen Schwangere online auch eine anonyme Beratung erhalten. Ausführliche Informationen über die neuen Regelungen und Hilfen enthält die Broschüre "Die vertrauliche Geburt" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Darüber hinaus stehen gezielte und praxisorientierte Informationsmaterialien zur Verfügung, die sich sowohl an Schwangere als auch an wichtige Multiplikatoren richten.

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