Forschung -

"Versorgungsforschung lernen"

2014 startet in Köln die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtete dritte Nachwuchsakademie "Versorgungsforschung". Diese junge Disziplin untersucht, wie die Versorgung von Einzelnen und der Bevölkerung mit gesundheitsrelevanten Produkten und Dienstleistungen in ihrem Alltag aussieht.

Themenseite: Versorgungsforschung

"Wir untersuchen die letzte Meile, also das, was von der Medizin wirklich beim Patienten ankommt", betont Prof. Dr. Holger Pfaff, Direktor des Instituts für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR). "Dabei schaffen wir einen Abgleich zwischen dem, was wissenschaftliche Experten wie z.B. Kliniker und Gesundheitswissenschaftler erarbeiten und der gelebten realen Medizin vor Ort."

"Hierzu fehlt uns insbesondere eine ausreichende Zahl an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die wissenschaftlich initiierte und interessensunabhängige Projektideen entwickeln können und die ihr Forschungs- und Antragshandwerk so gut beherrschen, dass hieraus erkenntnisgenerierende Forschungsvorhaben resultieren", so Prof. Pfaff weiter. Hier setze die Nachwuchsakademie an.

Versorgungsforscherinnen und Versorgungforscher kommen aus verschiedenen Disziplinen wie der Medizin, der Rehabilitationswissenschaft, der Soziologie, der Psychologie und der Ökonomie. Um qualifizierten Nachwuchs für aufstrebende Fächer gewinnen zu können, sieht die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in besonderen Fällen das Instrument der Nachwuchsakademie vor.

Höhepunkt der Nachwuchsakademie wird eine Akademiewoche sein, die vom 30. Juni 2014 bis zum 04. Juli 2014 im IMVR stattfinden wird. Während der Woche werden besonders qualifizierte Nachwuchswissenschaftler, die ein Auswahlverfahren durchlaufen haben, eigene Projektideen vorstellen. Sie werden durch spezielle Projektpaten intensiv inhaltlich und methodisch betreut. Zudem werden renommierte Expertinnen und Experten in Vorträgen und Diskussionen Einblick in die Methoden und Theorien der Versorgungsforschung sowie Hinweise zur praktischen Umsetzung von Projekten und zur Abfassung von Förderanträgen geben. Interessenten könnten sich bis zum 11. Februar 2014 bewerben.  

Weitere Informationen

www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/info_wissenschaft_13_66/index.html

www.imvr.de

www.zvfk.de

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