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IQTIG Verfahren „Planungsrelevante Qualitätsindikatoren“ startet

Das neue Qualitätssicherungsverfahren „Planungsrelevante Qualitätsindikatoren“ startet ab Januar 2017. „Mit den jetzt ausgewählten Indikatoren haben die Bundesländer die Möglichkeit einzuschreiten, wenn bei der Versorgung anhaltend erhebliche Mängel bestehen“, hebt Dr. Christof Veit, Leiter des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), hervor.

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Verfahren „Planungsrelevante Qualitätsindikatoren“ startet
Die planungsrelevanten Qualitätsindikatoren sollen den Ländern ermöglichen zu beurteilen, ob ein Krankenhaus in einem Leistungsbereich bzw. in einer Abteilung eine im Vergleich mit anderen Häusern gute,... -

Dr. Christof Veit stellt klar, dass die Indikatoren für die klassische Krankenhausplanung erst in einer weiteren Phase des Verfahrens entwickelt werden. In der ersten Phase der Umsetzung gehe es um eine gegebenenfalls notwendige Intervention der Planungsbehörden – „falls der Strukturierte Dialog auf Landesebene anhaltend nicht in der Lage ist, Versorgungsmängel einer Abteilung zu beheben“, teilt das IQTIG mit. Dies sei der Zweck des jetzt beschlossenen ersten Indikatorensets, Leitgedanke dabei: die Abwendung von Patientengefährdung.

Die Umsetzung skizziert das Institut wie folgt

Die Krankenhäuser sollen ab 2017 quartalsweise Daten für elf Qualitätsindikatoren der Bereiche Geburtshilfe, gynäkologische Operationen und Mammachirurgie auf den gewohnten Datenwegen liefern. Für die Kliniken entstehe kein Mehraufwand, so das IQTIG, denn die Indikatoren seien bereits Teil der bestehenden externen stationären Qualitätssicherung.

Im Herbst 2018 erhalten die in den Bundesländern zuständigen Planungsbehörden die ersten Auswertungen des IQTIG, ebenso wie die Landesverbände der Krankenkassen und die Ersatzkassen. Nach der Auswertung der Daten durch das Institut haben die Krankenhäuser die Möglichkeit, etwaige Qualitätsmängel umgehend zu beheben. Bleibt ein Krankenhaus statistisch auffällig, wird bei ihm und der Landesgeschäftsstelle nach möglichen Ausnahmetatbeständen aus früheren Strukturierten Dialogen gefragt, die das Ergebnis erklären könnten. „Damit soll sichergestellt werden, dass E influssfaktoren, die ein Krankenhaus nicht zu vertreten hat, bei der Bewertung der Versorgungsqualität der Einrichtung fair und angemessen berücksichtigt werden“, erläutert das IQTIG. Diese Stellungnahmen sind dann die Grundlage einer fachlichen Bewertung durch das Institut sowie einer Fachkommission, die das IQTIG berät. Die Ergebnisse leitet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) an die Beteiligten auf Landesebene und das Krankenhaus zur weiteren Klärung und gegebenenfalls Berücksichtigung bei der Krankenhausplanung weiter. Später werden sie veröffentlicht. Die weiteren Maßnahmen des Strukturierten Dialogs zur Qualitätsverbesserung werden durch die zuständige Landesgeschäftsstelle weitergeführt.

Der Abschlussbericht des IQTIG sowie weitere Dokumente sind auf der Internetseite des Instituts einsehbar. Das Bundesministerium für Gesundheit muss dem Beschluss des G-BA noch zustimmen, damit das neue Verfahren starten kann.

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