Forschung konkret -

Mundhygiene bei beatmeten Patienten Ventilatorassoziierten Pneumonien vorbeugen

Eine standardisierte und regelmäßige Mundpflege in Form zweistündlicher Mundspülungen und mechanischer Reinigung der Mundhöhle mit einer Zahnbürste bei oral intubierten Patienten reduziert die Zahnplaque mit pneumologischen Erregern. Dies kann zur Prävention von ventilatorassoziierten Pneumonien beitragen.

Die Art der Mundspüllösung [in der vorliegenden Studie mit sterilem Wasser, Natronlösung oder Chlorhexidin (0,2 Prozent)] scheint dabei weniger bedeutsam als die mechanische Reinigung mittels Zahnbürste zu sein. Die Studienergebnisse müssen jedoch noch an einer größeren Stichprobe bestätigt werden.

Forschungsdesign

Für die randomisiert kontrollierte Studie (RCT) von Berry und Kollegen (2001) wurden 225 oral intubierte Patienten einer Intensivstation per Zufall entweder in Gruppe A (zweistündliche Mundspülung mit sterilem Wasser), Gruppe B (zweistündliche Mundspülung mit Natriumbikarbonat) oder in Gruppe C (zweimal täglich Chlorhexidinspülung und zweistündliche Mundspülung mit sterilem Wasser) zugeteilt. Die Spüllösungen wurden mit gewölbter Dentalspritze verabreicht und anschließend wieder abgesaugt. Die Mundhöhle wurde dreimal täglich mit einer weichen Kinderzahnbürste gereinigt. Der Cuffdruck wurde unmittelbar vor der Prozedur mittels Manometer überprüft.

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