Medizintechnik -

Upright-MRT Offener MRT erleichtert Untersuchung und Diagnose

Der offene Upright-MRT reduziert klaustrophobische Zustände von Patienten und erlaubt Kernspintomographie unter natürlicher Gewichtsbelastung. Ein Vorteil v.a. bei Untersuchungen der Wirbelsäule.

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Die Klaustrophobie - umgangssprachlich auch "Platzangst" - stellt immer noch das größte Hindernis für die Untersuchung im MRT dar. Die Angst vor Enge ist bei einer konventionellen MRT-Untersuchung ein sehr häufiges Problem für Patienten. Die Betroffenen leiden dann oft an Unwohlsein, Schweißausbrüchen oder Herzrasen bis hin zu Panikattacken. Die große Angst hängt damit zusammen, dass man bisher für die MRT-Untersuchung in einem engen, tunnelartigen Magneten liegt - und das für etwa 30 Minuten. Oft muss die Untersuchung abgebrochen werden, was die gewünschte Diagnose erschwert.

Dank des modernen Upright-MRT müssen Patienten mit "Platzangst" jedoch nicht auf eine Untersuchung im Kernspintomographen verzichten: Denn der innovative MRT reduziert das Auftreten klaustrophober Zustände durch seine vollkommen offene Bauweise. So erwartet die Betroffenen keine Röhre, sondern ein helles, volloffenes Gerät, das einen uneingeschränkten Blick aus dem System heraus in den Untersuchungsraum ermöglicht. Auf Wunsch kann auch das aktuelle Fernsehprogramm oder eine DVD auf einem großen TV-Monitor verfolgt werden. Darüber hinaus ist der vollkommen offene MRT im Vergleich zum Röhren-MRT leiser. Das Tragen von Kopfhörern ist in der Regel nicht notwendig.

Patientenbetreuung in der Upright-MRT-Praxis 

Neben der offenen MRT-Röhre ist gerade dem "Platzangst"-Patienten die fürsorgliche Betreuung durch das Praxisteam wichtig. So wird der Betroffene in den Privatpraxen für Upright-Kernspintomographie bei einem Erstgespräch mit Zeit und Ruhe an den Upright-MRT herangeführt, den er sich bei einem Vorabbesuch auch erst einmal nur anschauen kann. Außerdem kann die gesamte Zeit während der Untersuchung Sichtkontakt mit dem medizinisch-technischen Radiologieassistenten (MTRA) oder einer Vertrauensperson gehalten werden, die den Patienten begleitet. Da dies oftmals als Ablenkung ausreicht und das beklemmende Gefühl als Auslöser von Panikattacken entfällt, werden Medikamente zur Sedierung in der Regel nicht verabreicht.

Untersuchungen in jeder Position und Körperhaltung  

Aufgrund seiner vollständig offenen Bauweise erlaubt der Upright-MRT, als einziges System in Deutschland, Kernspintomographie-Untersuchungen unter natürlicher Gewichtsbelastung und in vollkommen freier Positionierung. Es erlaubt Schichtaufnahmen des gesamten Körpers im Stehen, Liegen, Sitzen sowie in Funktionshaltungen wie der Vor- oder Rückbeuge. Besonders bei Wirbelsäulenuntersuchungen hat das vollkommen offene MRT hierbei einen Vorteil zu herkömmlichen Röhren-Geräten. Durch die verschiedenen Positionen kann das Ausmaß der Veränderungen, z.B. bei einem "Hexenschuss" oder Bandscheibenvorfall, realistisch erfasst werden.

Schnelle Diagnose bei unerklärlichen Schmerzen 

Schädigungen der Wirbelsäule und Kopfgelenke rufen Schmerzen und unterschiedliche Symptome hervor, deren Ursache häufig kein Röntgen- oder konventionelles MRT-Bild erkennen kann. Der volloffene Kernspintomograph trägt oft zur Klärung dieser Fälle bei. Denn im Upright-MRT werden Schädigungen der Wirbelsäule und der Kopfgelenke unter natürlicher Gewichtsbelastung untersucht. Im Sitzen oder Stehen wirkt ein viel höherer Gewichtsdruck auf Wirbel, Bandscheiben und Nerven, was ganz andere Schmerzen verursachen kann als im Liegen. Daher sind z.B. bei Rückenschmerzen Aufnahmen im Sitzen viel aufschlussreicher als im Liegen.

Praxen mit einem Upright-MRT finden sich in München, Frankfurt, Köln, Hannover und Hamburg. Ein erfahrenes Praxis-Team widmet sich dem Angstpatienten mit individueller Betreuung und im Anschluss an die Aufnahme nimmt sich der Radiologe ausreichend Zeit, um direkt den Befund zu erläutern. Der weiterbehandelnde Arzt kann anhand der Diagnose eine zielgerichtete und schmerzlindernde Therapie empfehlen.

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