Gehalt & Arbeitsbedingungen -

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden Löhne am Universitätsklinikum Dresden steigen

Für das ärztliche und nichtärztliche Personal hat das Dresdner Uniklinikum eine Einigung mit dem Marburger Bund und mit ver.di erreicht. Die Umsetzung der neuen Tarife erfolgt noch im Dezember.

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Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sowie der Marburger Bund haben sich zum Jahresende nach intensiven Verhandlungen auf neue Regelungen in den Haustarifverträgen für das nichtärztliche und ärztliche Personal geeinigt. Damit können sich die 7.000 Mitarbeiter des Klinikums nicht nur über eine kontinuierliche Anhebung der Löhne freuen. Weitere Beschlüsse unterstützen z.B. die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei den Ärzten, oder bei den Nichtärzten weitere Zusatzurlaubstage und deutlich höhere Zulagen für Wechselschichten.

„Wir honorieren damit die engagierten Leistungen des Personals am Uniklinikum – die nicht nur während der Corona-Pandemie Herausragendes leisten und zum wirtschaftlichen Erfolg des Klinikums beitragen“, so Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand am Uniklinikum Dresden. „Davon profitieren nicht zuletzt unsere Patientinnen und Patienten, denen wir eine moderne Versorgung, Therapie und Diagnostik bieten.“

„Nach langen und intensiven Verhandlungen mit dem Marburger Bund konnte das Uniklinikum Dresden ein sehr gutes Ergebnis für die Mitarbeitende im ärztlichen Bereich erzielen“, konstatiert Dr. Thomas Hurlebaus, Leiter des Geschäftsbereich Personal und Recht am Uniklinikum Dresden. „Dies umfasst eine Verlängerung der Laufzeit des Haustarifvertrags des Klinikums bis Ende 2022.“ Das Gehalt für die Ärzte am Klinikum entwickelt sich in dieser Zeit analog dem TV-Ärzte (Universitätskliniken). Rückwirkend zum 1. Mai 2020 wird deren Lohn um ein Prozent angehoben.

Zwei Wochenenden im Monat frei

Mit weiteren Schritten 2021 und 2022 ergibt sich eine Gesamtlohnsteigerung von insgesamt 6,5 Prozent. Zusätzlich haben sich die Vertragspartner geeinigt, die Dokumentation der Arbeitszeiten und die Dienstplanung zu optimieren. So bekommen Ärzte eine bessere Planungssicherheit. Zudem werden die Wochenenddienste in Anlehnung an den TV-Ärzte (Universitätskliniken) begrenzt, um eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie sicherzustellen – künftig haben Ärzte grundsätzlich an zwei Wochenenden im Monat frei.

Wechselschichtzulage steigt

Für das nichtärztliche Personal konnte über mehrere Verhandlungsrunden gemeinsam mit ver.di ein Kompromiss gefunden werden. Dieser berücksichtigt die Forderungen der Beschäftigten als auch die wirtschaftlichen Anforderungen eines modernen Klinikums. U.a. ist darin eine tarifliche Regelung für eine Corona-Sonderzahlung in 2020 für die nichtärztlich Beschäftigten des Uniklinikums in Höhe von 600 Euro beziehungsweise 400 Euro festgeschrieben. Zudem wurden deutliche Entgeltsteigerungen vorgesehen. Damit ist der Angleichungsprozess an den TV-L abgeschlossen. Zudem ist eine Erhöhung der Wechselschichtzulage und des Nachtzuschlags sowie eine Erweiterung des Zusatzurlaubs bei Wechselschichtarbeit vorgesehen.

Höhere Vergütung für Azubis und Praktikanten

Weitergehende Verbesserungen gegenüber dem TV-L ergeben sich insbesondere bei der nun erfolgten Weiterentwicklung der Entgeltordnung, z.B. bei den schwierigen Tätigkeiten der Pflege, der MTA oder der Physiotherapie. Auch die Vergütung für Auszubildende sowie Praktikanten steigt – orientiert an der allgemeinen Steigerung. Außerdem wird hier die Jahressonderzahlung erhöht. „Im Kern bedeuten die vorstehenden tariflichen Neuregelungen eine gesonderte Honorierung der herausragenden Leistungen der Beschäftigten während der Corona-Pandemie, eine Weiterentwicklung des Vergütungsniveaus sowie eine gesonderte Berücksichtigung der Anforderungen aufgrund Wechselschichtarbeit“, sagt Hurlebaus.

„Mit den nun abgeschlossenen Haustarifverträgen für unser Personal im ärztlichen und nichtärztlichen Bereich festigen wir unser Bekenntnis zu einer leistungsgerechten Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagt Albrecht. „Das Uniklinikum Dresden hat sich im aktuellen Klinikranking erneut einen Platz unter den TOP 5 Deutschlands gesichert. Das ist nur möglich, wenn wir in unseren Teams, unter Medizinern, der Pflegschaft und der Verwaltung hochmotivierte wie leistungsbereite Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen.“

„Die jetzt vereinbarte Erhöhung untermauert den Anspruch, den das Uniklinikum als attraktiver Arbeitgeber in der Region und für die Region hat“, sagt Janko Haft, Kaufmännischer Vorstand des Uniklinikums. „Mit den kontinuierlich verbesserten Tarifabschlüssen sichern wir die Voraussetzung, um im Wettstreit um die besten Köpfe weiterhin gut bestehen zu können, und gleichzeitig weiterhin wirtschaftlich erfolgreich arbeiten zu können. Durch die Corona-Pandemie stehen wir vor großen Herausforderungen. Die wollen wir gemeinsam angehen und gleichzeitig die Leistungen unseres Personals würdigen.“

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