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UMM: Mehrheitsbeteiligung an drei Krankenhäusern in Südhessen

Die Universitätsmedizin Mannheim (UMM) und die Stiftung Heilig-Geist-Hospital, Bensheim, haben eine strategische Partnerschaft vereinbart, die eine Mehrheitsbeteiligung des Mannheimer Uniklinikums am Heilig-Geist-Hospital Bensheim, am St. Marien-Krankenhaus Lampertheim und am Luisen-Krankenhaus Lindenfels vorsieht.

Damit wird ein zu Jahresbeginn angestoßener Prozess über ein engeres Zusammenrücken der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) und des Katholischen Klinikverbundes Südhessen (KKSH) zum 1. Juli 2013  abgeschlossen. Beide Parteien sehen in dieser richtungsweisenden strategischen Partnerschaft eine Stärkung der wirtschaftlichen Basis und damit letztlich auch die Sicherung von Arbeitsplätzen.

Aber auch die Patienten profitieren: Ein abgestimmtes Behandlungsangebot stellt über die Standortgrenzen hinweg sicher, dass ein Patient die für ihn individuell optimale Therapie erhält - egal, welches der Krankenhäuser er zunächst aufgesucht hat. Realisiert wird dies durch hochwertige Diagnostik vor Ort mit anschließender, am Befund orientierter Festlegung des bestgeigneten Behandlungsortes. Das Mannheimer Universitätsklinikum sieht sich hier beispielsweise in der Rolle des kompetenten Partners mit umfassender Spezialisierung, wenn dies zur Weiterbehandlung angeraten erscheint. Die Wohnort-nahe Grund- und Regelversorgung bleibt durch die geografische Verteilung der drei südhessischen Häuser sichergestellt.

Begünstigt wird die Übernahme der drei genannten südhessischen Krankenhäuser durch die Universitätsmedizin Mannheim durch den Umstand, dass Grenzen zwischen Bundesländern oder auch Entfernungen innerhalb eines Radius von rund 50 Kilometern gerade im Bereich der Gesundheitsversorgung heute aus Patientensicht kaum noch eine Rolle spielen. Ein engeres Zusammenwirken verleiht einem ohnehin vorhandenen Gefüge letztlich eine festere und formalere Struktur - schon jetzt arbeiten das Heilig-Geist Hospital Bensheim und das Mannheimer Universitätsklinikum in den Fachgebieten Radiologie und Urologie eng zusammen, zudem entstammt ein Teil der 75.000 Patienten des Mannheimer Universitätsklinikums  dem südhessischen Raum.

Der Begriff Universitätsmedizin Mannheim (UMM) bezeichnet eine Dachmarke, die zwei Institutionen verbindet: Zum einen das Mannheimer Universitätsklinikum mit seinen rund 30 Fachkliniken und Instituten, zum anderen die Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, deren Aufgaben die medizinische Forschung und die Lehre im Studienfach Medizin sind.

Das Heilig-Geist-Hospital Bensheim behandelte im vergangenen Jahr stationär fast 5.000 Patienten und verfügt über sechs Abteilungen (Innere, Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, HNO-Belegabteilung, Urologie, Anästhesie). Beim St. Marienkrankenhaus Lampertheim waren es gut 2.500 Patienten, verteilt auf die Fachabteilungen Innere Medizin (einschließlich Intensivmedizin und Radiologie) sowie Geriatrie, beim Luisenkrankenhaus Lindenfels 2.850 Patienten und vier Fachabteilungen (Innere, Chirurgie, Anästhesie, Gynäkologie-Belegabteilung). Die Universitätsmedizin Mannheim mit 3.500 Vollkräften und zuletzt jährlich 300 Millionen Euro Umsatzerlösen aus der Krankenversorgung wächst hierdurch um rund 340 Mitarbeiter (Vollkraftstellen) und 35 Millionen Euro Umsatzerlöse.

Hinsichtlich die Modalitäten, die der Übernahme einer Anteilsmehrheit an den genannten Häusern zugrunde liegt, haben sich beide Seiten zum Stillschweigen verpflichtet.

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