Zukunftsplan 2050 UKE: Rohbau des universitären Herz- und Gefäßzentrums fertig

Die erste Phase des Zukunftsplans 2050 am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist mit dem Rohbau des neuen universitären Herz- und Gefäßzentrums abgeschlossen. Es entsteht ein sechsgeschossiger Klinikbau mit bis zu 388 Betten, neun Operationssälen und neun Herzkatheterlaboren auf einer Fläche von 72.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche.

Rohbau UKE Herz- und Gefäßzentrum
Außenansicht des Rohbaus des Universitären Herz- und Gefäßzentrums. – © UKE

„Mit der Fertigstellung des Rohbaus ist ein weiterer Meilenstein erreicht, um die universitäre Spitzenmedizin in Hamburg weiter zu stärken“, sagt Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank. Der Neubau des universitären Herz- und Gefäßzentrums ist das Herzstück der ersten Phase des Zukunftsplans 2050 des UKE und soll 2023 bezugsfertig sein. Kurze Wege und klare Strukturen, vereint in einem Raum- und Funktionsprogramm, das Behandlungsprozesse aus einem Guss ermöglicht, ist das Ziel der neuen Architektur. Der sechsgeschossige Neubau entsteht nach Plänen der Architekten Nickl & Partner (München). Die Klinik Facility Management Eppendorf (KFE) des UKE ist für die vollständige Bauplanung und die Koordinierung der rund 100 am Bau beteiligten Unternehmen verantwortlich.

Jetzt wurde mit den Ausbauarbeiten des Gebäudes begonnen, dazu zählen die Trockenbauarbeiten, die Fassadenarbeiten sowie die Installationen der technischen Ausstattungen. Der Neubau wird an das unterirdische automatische Warentransportsystem – mit selbstfahrenden Robotern – angeschlossen. Die Gesamtbaukosten des Neubaus belaufen sich auf rund 200 Millionen Euro. Die Finanzierung wird über das Mieter-Vermieter-Modell realisiert. Die besonderen Herausforderungen der derzeitigen Personal- und Materialengpässe konnten bislang durch eine aktive Projektsteuerung gelöst werden.

Ganzheitliche Betreuung von Herzerkrankungen

Aufgrund steigender Patientenzahlen ist der Neubau des universitären Herz- und Gefäßzentrums notwendig geworden. Die Medizinerinnen und Mediziner sowie die Pflegenden versorgen immer ältere Patienten und Patientinnen mit komplexen Erkrankungen. Dieser Entwicklung trägt das neue Herz- und Gefäßzentrum mit seiner modernen Ausstattung und den erweiterten diagnostischen Möglichkeiten Rechnung. „Um den Menschen eine personalisierte Herzmedizin auf dem neuesten Stand der Wissenschaft anzubieten, bündeln wir unser Wissen aus allen Forschungsbereichen und schaffen somit eine differenzierte Basis für die optimal auf die zu Behandelnden zugeschnittene Therapie“, sagt Prof. Dr. Stefan Blankenberg, Ärztlicher Leiter des universitären Herz- und Gefäßzentrums. „Mit dem Neubau werden künftig alle wichtigen Klinikbereiche unter einem Dach konzentriert“, ergänzt Prof. Dr. Dr. Hermann Reichenspurner, Stellvertretender Ärztlicher Leiter des Universitären Herz- und Gefäßzentrums. „Darüber hinaus ermöglicht der Neubau, durch die Integration des gesamten Kinderherzbereiches, eine ganzheitliche Betreuung von Herzkrankheiten und schafft Synergien, von denen alle profitieren“, sagt Fegebank.

Für die Herzmedizin von morgen

Das Ziel des Neubaus sei es, die Lebensqualität der oft schwerkranken Menschen bis ins hohe Alter zu verbessern, sagt Prof. Dr. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE. Dazu trage auch das künftige „Cardiovascular Imaging Center“ für hochspezialisierte Bildgebung bei. Herzultraschall, Herz-CT und Herz-MRT ermöglichen sowohl die Diagnostik von Herzerkrankungen in sehr frühen Stadien als auch bildgesteuerte minimal-invasive Therapien. Das Zusammenwirken von Herz- und Gefäßmedizin sowie bildgebender radiologischer Diagnostik ermöglicht schnelle diagnostische Ergebnisse und optimierte Behandlungen der Patienten und Patientinnen.

Weitere Informationen zum Zukunftsplan 2050 des UKE erhalten Interessierte unter www.uke.de/2050.