Medizintechnik -

Neubau UK Essen eröffnet neuen "Innovations-OP"

In Essen hat ein neues OP-Zentrum eröffnet, das europaweit Maßstäbe setzt. Im Obergeschoss des Neubaus befinden sich acht OP-Säle inklusive speziellem Beleuchtungskonzept und Virtual-Reality-Brillen, mit denen Operateure durch die Köpfe der Patienten laufen. Weitere Eindrücke aus dem 63-Millionen-Euro-Projekt.

Topic channels: Neubau & Sanierung und Medizintechnik

Das Universitätsklinikum Essen hat im April ein neues Operationszentrum für die Klinik für Augenheilkunde und die Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde eröffnet. In dem dreigeschossigen Neubau mit modernster digitaler Operationstechnik sowie einer neuen HNO-Ambulanz wurden 63 Millionen Euro investiert. Der technisch anspruchsvolle Neubau für die Krankenversorgung umfasst knapp 7.000 Quadratmeter Fläche und setzt damit europaweit Maßstäbe.

Im Obergeschoss befinden sich acht futuristische OP-Säle mit modernen Geräten und digitaler Ausstattung, einem OP-Management-System und einem speziellen Licht- und Beleuchtungskonzept. Das künstliche Licht folgt dem natürlichen Biorhythmus, so ist das Licht beispielsweise am Morgen kühler als am Nachmittag. Diese an die Natur angelehnte Beleuchtung steigert nachweislich das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeitenden.

Mit VR-Brillen den OP-Ablauf demonstrieren

Mit Virtual Reality Brillen und Navigationssystemen kann der Operateur "direkt in den Kopf des Patienten hineinlaufen" und ihm demonstrieren, was genau operiert wird. Zum Einsatz kommt auch ein Kamerasystem, das dem Operateur den stark vergrößerten Operationsbereich dreidimensional und in Farbe auf einem riesigen Monitor neben dem OP Tisch zeigt. Über den großen Monitor können gleich mehrere Operateure an der OP mitwirken. Auch ist es möglich, Tumore aus verschiedenen Richtungen zu begutachten.

Das neue Operationszentrum am Universitätsklinikum Essen

"Mit diesem herausragenden Operationszentrum wird die spitzenmedizinische Versorgung in den Bereichen Augen- und HNO-Heilkunde für unsere Patientinnen und Patienten, die auch von weit überregional zu uns reisen, auf den modernsten Stand universitätsmedizinischer Spitzenmedizin gebracht. Die außergewöhnliche und komplett digitale Ausstattung der acht OP-Säle ist ein weiterer wichtiger Baustein in unserem Smart-Hospital-Konzept. Wir danken dem Land NRW und hier ganz besonders dem Wissenschaftsministerium für die Finanzierung“, sagt Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Essen.

Land NRW finanziert Neubau

Der Neubau, die Einrichtung sowie die laufenden und geplanten Umbauten des angrenzenden Bestandsgebäudes mit der Klinik für Augenheilkunde und der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde werden mit 91 Millionen Euro aus dem Medizinischen Modernisierungsprogramm (MedMoP) des Landes NRW finanziert. In den medizinischen Bereichen Auge und HNO, in denen die Universitätsmedizin Essen ein führender Standort in Deutschland ist, werden zudem in der Diagnostik und Therapie des UME-Schwerpunkts Onkologie die Behandlungs-Möglichkeiten weiter verbessert.

UK Essen auf dem Weg zum Green und Smart Hospital

 "Mit unserem neuen Operationszentrum an der Universitätsmedizin Essen und den acht gemeinsam von zwei Kliniken betriebenen Sälen setzen wir nicht nur auf maximale digitale Innovation, wir verbessern und optimieren auch die logistischen Prozesse innerhalb unserer UME. Digitalisierte und damit papierarme Prozesse und Abläufe ermöglichen zudem messbare Nachhaltigkeit, ganz im Sinne unseres Green-Hospital-Projekts an der Universitätsmedizin Essen, das wir mit Nachdruck auf allen Ebenen implementiert haben und jetzt zielgerichtet umsetzen", sagt Thorsten Kaatze, Kaufmännischer Direktor und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Essen.

"Ich freue mich darüber, dass unseren Mitarbeitenden im Neubau des Augen-/HNO-OPs ein hochmodernes innovatives Arbeitsumfeld mit neuester digitaler und vernetzter Medizintechnik zur Verfügung steht. Die OP-Säle erlauben sogar einen Blick nach außen", sagt Andrea Schmidt-Rumposch, Pflegedirektorin und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikums Essen.

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