Überlebenschancen von Patienten nach Stammzelltransplantation erhöhen

Die Stammzelltransplantation aus Blut oder Knochenmark ist risikoreich. Forscher der Universität Basel haben jetzt untersucht, wie sich die Überlebenschance der Patienten verbessern lässt.

Die Transplantation blutbildender Stammzellen ist eine etablierte und erfolgreiche Therapieform. Sie ist jedoch immer noch mit einem substanziellen Risiko der Morbidität und Mortalität verbunden. Forschende des Kompetenzzentrums für Stammzelltransplantationen der Universität Basel konnten im Rahmen eines Projekts zur Erarbeitung eines verbindlichen QMS in Europa und Nordamerika in einer Analyse von mehr als 100.000 Transplantationen zeigen, dass sich mit der Einführung eines QMS die Überlebenschancen der Patienten in akkreditierten Zentren um 10 bis 15 Prozent verbesserten. Die Daten belegen erstmals die positive Wirkung eines QMS auf die Gesundheit von Patienten in der klinischen Medizin. Sie dürften modellartig für andere komplexe Verfahren in der Medizin gelten.
Originalbeitrag: in Gratwohl A. et al. (2011) Introduction of a Quality Management System and Outcome After Hematopoietic Stem-Cell Transplantation. Journal of Clinical Oncology (4) 11

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