Versicherung -

Trotz höherer Einnahmen GKV im 1. Halbjahr 2014 mit Defizit

Im ersten Halbjahr 2014 flossen deutlich mehr Gelder in die Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) als noch vor einem Jahr. Trotzdem fällt das Defizit für die ersten sechs Monate deutlich aus. Ein Grund für diese Entwicklung sind Prämienzahlungen.

Insgesamt 99,6 Milliarden Euro nahm die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einschließlich Gesundheitsfonds im ersten Halbjahr 2014 ein. Das geht aus einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes hervor. Unterm Strich konnte die GKV ihre Einnahmen gegenüber dem ersten Halbjahr 2013 ihre Einnahmen um 2,8 Prozent steigern – und das obwohl der Bund seinen Zuschuss an den Gesundheitsfonds zur pauschalen Abgeltung der Aufwendungen der Krankenkassen für gesamtgesellschaftliche Aufgaben weiterabgesenkt hat.

Trotz der höheren Einnahmen fuhr die GKV in den ersten sechs Monaten des Jahres ein Defizit ein. Denn den Einnahmen von 99,6 Milliarden Euro standen Ausgaben in Höhe von 103,5 Millionen Euro gegenüber. Das Finanzierungsdefizit lag damit bei 3,9 Milliarden Euro.

Insgesamt kletterten die Ausgaben der GKV im ersten Halbjahr 2014 um 5,9 Prozent. Diese Entwicklung führt das statistische Bundesamt v.a. auf Prämienzahlungen der gesetzlichen Krankenkassen, freiwillige Leistungen sowie steigende Arzneimittelausgaben zurück.

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