Qualitätsvertrag Trendwende in der ergebnisorientierten Versorgung

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Patientensicherheit und Qualitätsmanagement

Im Bereich der endoprothetischen Gelenkversorgung erlebt die patientenzentrierte Qualitätsausrichtung eine stark wachsende Nachfrage. Heartbeat Medical meldet den Beitritt zahlreicher Krankenkassen zum Qualitätsvertrag PROvalue Endo.

Die qualitätsorientierte und datengestützte Versorgung von Patienten und Patientinnen nimmt Fahrt auf. – © Heartbeat Medical

Qualitätsverträge ermöglichen es Krankenkassen und Leistungserbringern seit 2018, neue Ansätze für eine verbesserte Versorgungsqualität ihrer Versicherten und Patientinnen und Patienten zu erproben. Eingeschlossene Patientinnen und Patienten profitieren von einer über die Regelversorgung hinausgehenden Betreuung mit dem Ziel reduzierter Komplikationsraten und erhöhter Lebensqualität. Um der sich abzeichnenden Zersplitterung in viele isolierte Einzelinitiativen und Insellösungen entgegenzuwirken, stellt Heartbeat Medical seit 2022 eine digitale Plattform zur Verfügung, die die Einbindung zahlreicher Krankenkassen und Leistungserbringer erlaubt und einen kontinuierlichen Fokus auf die Lebensqualität ermöglicht.

Der von der Techniker Krankenkasse (TK) und Heartbeat Medical initiierte Qualitätsvertrag PROvalue Endo zur verbesserten endoprothetischen Gelenkversorgung verzeichnet seitdem eine steigende Nachfrage. Innerhalb weniger Monate wurden knapp 600 Patientinnen und Patienten in das Projekt aufgenommen. Dass nach dem geschlossenen und frühzeitigen Beitritt der Ersatzkassen auch zahlreiche Betriebskrankenkassen PROvalue Endo unterstützen, begrüßt Yannik Schreckenberger, CEO von Heartbeat Medical: „Veränderung passiert nicht einfach, sondern braucht mutige Akteure mit Gestaltungswillen. Das wachsende Netzwerk mit über zwanzig Krankenkassen, die auf PROvalue setzen, zeigt, dass sich die ergebnisorientierte Versorgung und Vergütung in Deutschland nicht mehr in der Pilotierung, sondern im Roll-Out befindet. Gemeinsam mit innovativen Krankenkassen und erstklassigen Leistungserbringern ermöglichen wir so einen Wandel hin zu mehr Qualität, Wirtschaftlichkeit und Transparenz – made in Germany.“ 

Qualitätsvertrag: Behandlungs- und Lebensqualität der Versicherten im Vordergrund

Der Qualitätsvertrag PROvalue Endo umfasst alle planbaren Eingriffe an Hüfte, Knie und Schulter mit Total- oder Teilgelenkersatz und bindet die Patientinnen und Patienten eng in den Behandlungsprozess ein. Kernelement des Qualitätsvertrags ist ein einjähriges Monitoring durch die behandelnde Klinik unterstützt von einer digitalen Plattform. Über diese werden die Betroffenen kontinuierlich digital anhand von Patient-Reported Outcomes Measures (PROMs) befragt. So können Patientinnen und Patienten über den gesamten Behandlungspfad begleitet und Aussagen zu einer möglichen Unter-, Fehl-, oder Überversorgung getroffen werden. Bei einem unvorteilhaften Heilungsverlauf werden sie umgehend telefonisch durch den Leistungserbringer kontaktiert. Dies schafft eine zusätzliche Sicherheit.

Diese Kliniken bieten Versorgung im Qualitätsvertrag an

Kliniken eröffnet der Vertrag die Möglichkeit einer auf Lebensqualitätsmessungen basierenden Vergütung, wobei die Wirtschaftlichkeit durch den Beitritt der Ersatzkassen und zahlreicher Betriebskrankenkassen steigt. Von der hohen Krankenkassenabdeckung profitieren neben den bereits aktiven Endoprothetikzentren Helios ENDO-Klinik Hamburg, St. Josef-Stift Sendenhorst und Orthopädische Klinik Volmarstein auch zukünftige Leistungserbringer, die durch den Beitritt zu PROvalue einem hohen Anteil ihrer Patientinnen und Patienten eine Versorgung im Qualitätsvertrag anbieten können.

Heartbeat Medical rechnet mit weiterer Zunahme der Nutzung seitens Leistungserbringer und Kassen

Gegenüber HCM erklärte Heartbeat Medical, dass man bis Herbst 2023 mit einer zweistelligen Zahl an Leistungserbringern und weiteren zehn bis 15 Krankenkassen rechne. Mittelfristig rechnet der Anbieter von digitaler Infrastruktur mit rund 10.000 betreuten Patientenaufnahmen pro Jahr innerhalb des Vertrages, die aktuelle Inklusionsrate liegt bei durchschnittlich 60 Prozent.