Transplantation Herz: AQUA-Institut entwickelt Qualitätssicherung weiter

Die Qualitätssicherung bei Herztransplantationen soll sich auf Wunsch des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) künftig auch auf Kunstherzen und Herzunterstützungssysteme erstrecken. Gestern erteilte der G-BA per Beschluss den Auftrag an das AQUA-Institut, wodurch die bestehende Qualitätssicherung eine Weiterentwicklung erfährt.

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Aufgrund des technischen Fortschritts und des anhaltenden Mangels an Spenderherzen, haben Kunstherzen und Herzunterstützungssysteme in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die mechanische Kreislaufunterstützung wurde anfangs nur bei Patienten angewandt, die sich bereits im Endstadium der Herzinsuffizienz befanden. Inzwischen ist man dazu übergegangen, die Systeme früher einzusetzen, um weiteren Organschäden vorzubeugen.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie wurden im Jahr 2012 deutschlandweit insgesamt 835 Kunstherzen und Herzunterstützungssysteme eingesetzt. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum wurden etwa 300 Herzen transplantiert.