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Lesetipp Tipps und Tricks bei Allergien

Circa 30 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Allergie, davon sind ein Drittel Kinder. Der Medizinjournalistin Daniela Halm geht es genau um dieses Leid: Wie lässt es sich nicht nur ertragen, sondern im Alltag eher abbauen? Und wie findet man vielleicht sogar zu einer positiven Einstellung gegenüber Heuschnupfen & Co.? Klingt ziemlich unwahrscheinlich, scheint aber möglich – zumindest möchte dieses „Mutmacherbuch“ mehr Entspannung zum Thema erreichen.

Bei dem einen tränen die Augen und läuft die Nase, ein anderer bekommt leicht Atemnot, der nächste muss um Nüsse einen Bogen machen, während viele Menschen unter Juckreiz auf der Haut leiden – Allergien und ihre Auswirkungen haben viele Gesichter.

Mit Vorbereitungen gegen die Belastung

Wer allergisch ist, der kennt solche Symptome. Und lebt vor allem ständig in der Angst, dass es bald schon wieder losgehen kann, mit dem Heuschnupfen, einem Neurodermitisschub oder einer Reaktion auf Lebensmittel. Eine Belastung, die letztlich dauerhaft auch in den Alltag integriert werden muss, ob beim Mittagessen im Kindergarten, beim Schulausflug, auf Dienstreisen oder noch im Urlaub.

Die Medizinjournalistin Daniela Halm – selbst Mutter einer Tochter mit verschiedenen Allergien – wollte wissen, wie es sich mit solchen Herausforderungen nicht nur leben lässt, sondern wie sie sich mit passender Vorbereitung meistern lassen.

Hilfestellungen sind Standard

Dazu startet sie eine vielseitige Reise ins Thema. Los geht es mit Zahlen, Daten und Fakten zu Allergien allgemein, gefolgt von Details zu Krankheitsbildern wie Neurodermitis, Heuschnupfen, Asthma oder Lebensmittelallergien. Auch Anaphylaxie (Reaktion des Immunsystems auf wiederholte Zufuhr körperfremder Eiweißstoffe) ist berücksichtigt. „Tipps & Tricks“ sind jeweils Teil dieser Kapitel, auch gibt es jeweils einen Ausblick zum wissenschaftlichen Stand.

In der zweiten Buchhälfte stehen dann der Alltag und seine Umstände im Fokus: Wie können „Extrawürste“ etwa zur Ernährung organisiert werden und was muss wo im Ausland bedacht werden?

Ganz wichtig ist die eigene Einstellung

Nun sind Therapien und Medikamente eine Seite. Frust, Verzweiflung und Schuldgefühle, die oft noch obendrauf kommen, die andere – und die gilt es abzubauen. Denn auch die Psyche beeinflusst Allergien, ebenso zum Beispiel die Haltung von Eltern gegenüber ihren erkrankten Kindern. Wenig hilfreich sind zudem unsensible Kommentare von Zeitgenossen, teils „nur“ mitleidig, teils ganz einfach schlecht informiert. Auch „die Macht der Worte“ kann übel mitspielen und will abgefedert sein. Keine Frage: Mehr Selbstbewusstsein statt die Konzentration auf eine „Opferrolle“ ist auf jeden Fall hilfreich.

Empfehlung des Deutschen Allergie- und Asthmabunds

Fachleute sind von dem „Mutmacherbuch“ jedenfalls angetan. So empfiehlt der Deutsche Allergie- und Asthmabund: „Aus Sicht des DAAB schließt das Buch ‚Total allergisch - na und?‘ von Frau Halm eine Lücke auf dem deutschen Bücher- und Ratgebermarkt.“ Die Kombination aus praktischen Tipps, verständlich dargestellten wissenschaftlichen Fakten, gepaart mit persönlichen Erfahrungen ist tatsächlich eine besondere und sehr authentische Herangehensweise und ermöglicht es dem (selbst betroffenen) Leser auch, sich schnell in die knapp 350 Seiten zu finden. Ein Trost für Allergiker – und informative Lektüre für alle.

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