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Oberverwaltungsgericht Therapie mit Gefrierzellen zu Recht untersagt

Das Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße hat einem Arzt die Herstellung sogenannter Gefrierzellen zur späteren Anwendung bei Menschen zu Recht untersagt.

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Das entschied das Oberverwaltungsgericht in Koblenz nach Mitteilung vom Mittwoch (20.02.2019). Geklagt hatte ein Arzt aus dem Kr eis Südliche Weinstraße, der sich auf Frischzellentherapie spezialisiert hat. Dabei werden Patienten - in der Regel aus Schafsföten gewonnene - lebende Zellen gespritzt.

Das Verwaltungsgericht entschied aber 2017, bei Gefrierzellen handle es sich um ein «bedenkliches Arzneimittel». Dagegen legte der Arzt Berufung ein. Das Oberverwaltungsgericht wies diese jetzt zurück.

Die so genannten Gefrierzellensuspensionen seien ein bedenkliches Arzneimittel, deren Anwendung nach dem Arzneimittelgesetz verboten sei, teilten die Juristen in Koblenz mit. Der Begriff «bedenklich» bedeute, dass eine mögliche schädliche Wirkung über ein vertretbares Maß hinausgehen könnte. Es gebe keine hinreichenden Belege für einen konkreten positiven therapeutischen Nutzen in Bezug auf eine bestimmte medizinische Indikation (Heilanzeige), hieß es.

Vorangegangene Instanzen hatten zudem Bedenken geäußert, dass für den Patienten das R isiko der Übertragung von Krankheitserregern und die Gefahr immunallergischer Reaktionen bestehen könnte.

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