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Baden-Württemberg Teleintensivprojekt ist Ende September gestartet

Unter Leitung der Universitätsmedizin Tübingen ist der Startschuss für ein umfassendes Digitalisierungsprojekt in der Intensivmedizin gestartet.

Eine bessere und wohnortnahe intensivmedizinische Patientenversorgung und der effiziente Einsatz medizinischer Ressourcen sind die Ziele Projekts zum Aufbau einer Teleintensivmedizinplattform (TIP) in Baden-Württemberg. Es ist Ende September gestartet und soll mit einer Telemedizinplattform dabei helfen, Intensivstationen von Krankenhäusern unterschiedlicher Versorgungsstufen zu vernetzen. Dadurch soll die Online-Kommunikation medizinisch relevanter Informationen in „Echtzeit“ zu möglichen werden. An dem Projekt als Technologiepartner beteiligt ist u.a. Meierhofer Medizintechnik. Das Unternehmen bringt das Dokumentationssystem M-PDMS für die Intensivmedizin ein. Die Teleintensivmedizin wird von der Universitätsklinik Tübingen (UKT) gemeinsam mit dem Zollernalb Klinikum in Albstadt realisiert.

Was bringt M-PDMS?

Das M-PDMS soll es Kliniken, die bisher noch mit analogen Dokumentations- und Kommunikationsmedien arbeiten, ermöglichen, ein digitales webbasiertes PDMS in den klinischen Alltag zu integrieren. Die technologische Struktur der im Rahmen des Projekts zu realisierenden Telemedizinplattform soll IHE-XDS-konform aufgesetzt werden, sodass in Folgeprojekten weitere intrasektorale und intersektorale Gesundheitsdienstleister (u.a. Heimbeatmung, ambulante Intensivmedizin) in die Telemedizinplattform integriert werden können.

Die Inhalte des telemedizinischen Austausches

Die Übermittlung intensiv-medizinischer Informationen in Echtzeit soll eine schnelle und standortübergreifende teleintensivmedizinische Diagnostik ermöglichen. Außerdem könne so die Therapieplanung (z.B. via Telekonsil) und Therapiedurchführung für die Patienten vor Ort mit begleitenden regelmäßigen Teleintensiv-Visiten vereinfacht werden. Zusätzlich zum standardisierten digitalen Austausch medizinisch relevanter Informationen über das M-PDMS wird durch die Telemedizinplattform die begleitende Durchführung von regelmäßigen standortübergreifenden Telekonsilen, Televisiten und Fallbesprechungen in Echtzeit (Videokonferenz) und via Chat-Funktion gewährleistet.

Die Projektziele im Überblick

Die Einführung einer Teleintensivmedizin-Plattform für Krankenhäuser unterschiedlicher erfolgt mit den übergeordneten Zielen:

  1. Qualität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der intensivmedizinischen Versorgung in Baden-Württemberg sichern und verbessern.

2.  Intensivmedizinische Versorgung mit hoher Qualität auch in strukturschwachen Regionen.

3.  Standortübergreifenden Teamlernprozessen zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Intensivmedizin über die verschiedenen Versorgungsstufen hinweg etablieren.

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