Forschung -

Neues Forschungsprojekt an der FH Münster Teilhaben und wohlfühlen in der wandelnden Gesellschaft

Wie können Menschen ihre eigenen Lebenswelten gestalten, bei der Versorgung mitreden und sich in die Gesellschaft einbringen? Ein neues Forschungsvorhaben an der FH Münster beschäftigt sich mit dieser Fragestellung.

Teilhaben und wohlfühlen in der wandelnden Gesellschaft

Demografischer Wandel bedeutet veränderte Arbeitswelten und Wohnformen sowie zunehmend gesundheitliche Beeinträchtigungen. Und doch wollen die Menschen mehr Selbstbestimmung und Autonomie: Sie möchten ihre Lebenswelten gestalten, in der Versorgung mitreden und am gesellschaftlichen Leben teilhaben, sich wohlfühlen. Wie dies gelingt, hängt laut der FH Münster von Lebensentwürfen und Lebensbedingungen ab und ist gekoppelt an Maßnahmen wie Prävention, Gesundheitsförderung, Rehabilitation und Pflege. Genau darum geht es auch in ihrem neuen Forschungsschwerpunkt „TeWoGe – Teilhabe und Wohlbefinden in einer sich wandelnden Gesellschaft. Gestaltung von Lebenswelten und gesundheitlicher Versorgung“. An dem vierjährigen Projekt beteiligen sich die Fachbereiche Gesundheit, Oecotrophologie – Facility Management, Sozialwesen, Physikalische Technik, Architektur und Wirtschaft; bis zur Halbzeit fördert das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes den Schwerpunkt finanziell.

Fachübergreifende Forschung

„Das Thema ist so komplex“, sagte Prof. Dr. Anke Menzel-Begemann, wissenschaftliche Leiterin des Schwerpunktes, auf der Auftaktveranstaltung, „dass wir es nur fachbereichsübergreifend bearbeiten können.“ Gemeinsame Grundlage sei das biopsychosoziale Modell der WHO, das sich auf die Wechselwirkung zwischen Personen und Umfeld fokussiert. „Und dabei forschen wir nicht über Personen, sondern mit denjenigen, auf die unsere Aktivitäten in der Projekt- und Netzwerkarbeit zielen. Schön wäre es, so die Hochschullehrerin am Fachbereich Gesundheit, wenn in vier Jahren „von Bürgern oder Patienten geäußerte Bedürfnisse durch die gemeinsame Arbeit in konkrete Lösungsansätze münden konnten“.

Sturzmanagement und Bürgerengagement

Zunächst sollen drei Einzelprojekte starten. Eines widmet sich der Förderung von Mobilität und bürgerschaftlichem Engagement in Verbindung mit Sturzmanagement. Die Wünsche bei der Nutzung gesundheits- und haushaltsbezogener Unterstützungssysteme ermittelt ein weiteres. Parallel dazu entwickelt eine dritte Gruppe Konzepte, wie Inhalte zu Teilhabe und Wohlbefinden in Studiengängen und außerschulischen Bildungsangeboten verankert werden können.

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