Marketing | Kosten | Logistik -

Social Media (Teil 19): Im Backoffice einer kleinen Einrichtung Teamsache!

Kleines Krankenhaus, große Wettbewerber um die Ecke, Standort mit Imageproblemen: drei Herausforderungen auf einmal für das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand. Marketingleiterin Sarah Eysser erklärt, wie man es als Haus dagegen mit teamgemachten Social-Media-Maßnahmen aufnehmen kann.

Themenseite: Social Media

Hamburgs Kliniken kämpfen um Personal. Pflegekräfte strahlen von Plakaten in Bus und Bahn. Immer gleiche Statements: Flache Hierarchien. Patienten im Mittelpunkt. Flexibilität. Ähnlich die Versprechen in Radiospots und Printanzeigen. Für Bewerber überzeugend? Man kann drüber streiten. Muss man aber nicht. Warum nicht einfach die Zielgruppe fragen? Anfang 2016 starteten wir eine Onlineumfrage im Pflegeteam. Welchen kommunikativen Herausforderungen müssen wir begegnen? Mit welchen Botschaften? Auf welchen Kanälen? „Wilhelmsburg ist in Hamburg kaum bekannt – wenn überhaupt, dann als Problemstadtteil“, meldeten viele Befragte zurück. Imagearbeit für einen zu Unrecht unterschätzten Standort sei gefragt. Doch wie? Die Pflege gab die Richtung vor: Für Jobsuchende seien einzig Onlinemaßnahmen und persönliche Empfehlungen interessant.

Online + Empfehlungen = OnlineEmpfehlungen!

Es galt also, Onlinebotschafter zu finden – für uns und unseren Stadtteil. Facebook bot sich an. In der Pflege dachte man weiter: Instagram! Wir waren kritisch. Viele Fachkollegen sind es bis heute. Müssen Klinikkommunikatoren sich wirklich mit solchen Spielereien befassen? Was soll ein Krankenhaus schon posten? Gebäude? Den Knochenbruch der Woche? Gar das #krankenhausessen? Doch wir erinnerten uns: Aufgabe war, Wilhelmsburg als attraktiven Arbeitsort bekannt zu machen und zu zeigen, dass die grüne Insel in der Elbe in wenigen Minuten aus der Hamburger City erreicht ist, auf Wunsch sogar zu Wasser. Ließ sich all das nicht tatsächlich mit Bildern am besten transportieren? Neben der hohen Reichweite und der Chance, die Zielgruppe über beliebte Hashtags aufzuspüren, überzeugte uns die Möglichkeit der Mitarbeiterbeteiligung. Unser Team wollte sich einbringen – dafür sprach die Beteiligung an der Umfrage (61 Prozent). Und Instagram macht es möglich: Jeder kann mitmachen, Posts mit Unternehmenshashtags versehen oder Bilder per WhatsApp zur Veröffentlichung ans Marketing senden. Großes Potenzial für glaubwürdige, weil teamgemachte, Kommunikation!

© hcm-magazin.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen