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Krankenhausinformationssystem "Tasy" startet im deutschen Markt

Am Krankenhaus Düren wird künftig das KIS Tasy von Philips zum Einsatz kommen. Das vollständig in HTML5 aufgebaute und webbasierte System wurde konsequent um die elektronische Patientenakte herum organisiert.

Themenseite: Digitalisierung

Die Entscheidung für das neue KIS am Krankenhaus Düren ist Ergebnis eines Ausschreibungsverfahrens im vergangenen Jahr. Die Ablösung des bestehenden Systems hat bereits begonnen und soll bis Ende des Jahres vollzogen sein.

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung haben Krankenhausinformationssysteme das Potenzial, zur digitalen Schaltzentrale des Krankenhauses zu werden. Deshalb arbeitete Philips in Deutschland in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben an der Einführung eines eigenen KIS, das von Medizinern für Mediziner entwickelt wurde und bereits in anderen Ländern im Einsatz ist. Auf internationaler Ebene sollen bereits acht Krankenhäuser, die Tasy verwenden, den EMRAM Level 6 erreicht. Ein Haus hat die Level 7 Zertifizierung abgeschlossen. Philosophie des Systems sei die Unterstützung von klinischen Abläufen aus einer patienten- und behandler-zentrierten Perspektive mit der elektronischen Patientenakte als Datenbasis. Nun wurde jüngst die Lokalisierung für den deutschsprachigen Markt in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Düren erfolgreich abgeschlossen.

Jetzt steht die stufenbezogene Ablösung des alten KIS an

„In einem sogenannten Co-Design-Prozess wurde Tasy in Düren auf einzelnen Stationen getestet und für gut befunden“, erklärt Oliver Schmid, Business Manager Electronic Medical Record (EMR) der Philips GmbH Market DACH. „Es wurde in deutscher Sprache in einem Parallelsystem zum bestehenden KIS installiert.“

„Philips hat im Ausschreibungsverfahren den Zuschlag für die Installation des neuen Krankenhausinformationssystems erhalten. Jetzt kommt der nächste große Arbeitsschritt: Das derzeit noch genutzte KIS wird im Laufe dieses Jahres stufen- und funktionsbezogen abgelöst“, sagt Dr. med. Gereon Blum, Geschäftsführer der Krankenhaus Düren gem. GmbH.

Wie geht es mit dem neuen KIS im Krankenhausalltag weiter?

Nach der vollständigen Implementierung sollen auch die Patienten und die niedergelassenen Ärzte Zugriff auf die Behandlungsdaten und das Terminmanagement erhalten. Dadurch wird der Patient aktiv in die Krankenhausabläufe einbezogen und seine Emanzipation vom passiven Empfänger zum aktiven Mitgestalter wird gefördert. Angestrebt sind darüber hinaus eine indikationsorientierte, automatisierte und effiziente Termin- und Ressourcensteuerung sowie Funktionen zur klinischen und administrativen Entscheidungsunterstützung. Zugleich soll Tasy die interdisziplinäre, interprofessionelle und sektorenübergreifende Zusammenarbeit erleichtern. Durch die Zusammenführung von administrativen Tools und Daten aus dem Versorgungsprozess erweitere es außerdem die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Steuerung.


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