Tarifverhandlungen mit Helios: Marburger Bund fordert 5,4 Prozent mehr Gehalt

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Höhere Ärztegehälter und eine bessere Vergütung von Bereitschaftsdiensten. Dafür tritt der Marburger Bund bei den heute beginnenden Tarifverhandlungen mit den Helios Kliniken ein. Für die in den ehemaligen Rhön-Kliniken beschäftigten Mediziner will die Gewerkschaft separat verhandeln.

Ein Plus von 5,4 Prozent bei den Ärztegehältern, das fordert der Marburger Bund in den Tarifverhandlungen von den Helios Kliniken. Außerdem will die Ärztegewerkschaft in der Tarifrunde eine bessere Vergütung von Bereitschaftsdiensten in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen erreichen.

Der Entgelttarif gilt für rund 4.350 Ärzte in den Akutkliniken des Krankenhauskonzerns. Der Marburger Bund will nach eigenen Angaben sicherstellen, dass die Gehälter konkurrenzfähig bleiben und die Entgelte für Bereitschaftsdienste das Niveau vergleichbarer Klinikträger erreichen.

„Trotz steigender Belastungen in den Bereitschaftsdiensten haben sich die Stundenentgelte seit Jahren nicht verändert“, kritisiert die Ärztegewerkschaft die Position des privaten Klinikbetreibers. „Wir sehen deshalb einen erheblichen Nachholbedarf an dieser Stelle“, sagte Rechtsanwalt Christian Twardy, der für den Marburger Bund die Verhandlungen in dieser Tarifrunde führt.

In einem weiteren Schritt will die Gewerkschaft auch für die Ärzte Verbesserungen erzielen, die in den von Helios übernommenen ehemaligen Rhön-Kliniken arbeiten. Der Marburger Bund hatte sich zwar mit Helios im vergangenen Jahr auf einen einheitlichen Tarifvertrag für diese geeinigt, dieser ist jedoch Ende 2014 ausgelaufen.