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Alexa-Skills als Kassenleistung Studie: Sprachassistenten im Gesundheitswesen

Die Bereitschaft von 18- bis 35-Jährigen digitale Kassenleistungen via Sprachassistent zu nutzen, ist vorhanden. Worauf Kassen achten müssen, ermittelte die Studie „Alexa Health Skills“.

Themenseiten: E-Health und Digitalisierung

Vier von zehn Befragten ab 14 Jahren (39 Prozent) könnten sich vorstellen, Sprachassistenten zu nutzen. Zu diesem Ergebnis kam eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom im letzten Jahr. Die Beratungsfirma Mücke, Sturm & Company (MS&C) hat nun die Bereitschaft der 18- bis 35-Jährigen untersucht Alexa-Health-Skills, also Gesundheitsprogramme des Sprachassistenten Amazon Alexa, als digitale Kassenleistung zu nutzen und ermittelte vier Kategorien von Skills:

  • einfache Organisations-Skills (z.B. Erinnerung an Arzttermin)
  • individuelle Gesundheits-Skills (z.B. Ernährungstipps)
  • öffentlich zugängliche Informations-Skills (z.B. Pollenflugalarm)
  • komplexe administrative Skills (z.B. Buchung von Zusatzleistungen)

Die 130 Befragten gaben zu 70 Prozent an, dass sie die einfachen Organisations-Skills auf jeden Fall oder wahrscheinlich nutzen würden; zwischen 32 und 42 Prozent sagten dies über individuelle Gesundheits-Skills. Vorsichtiger wären die Befragten bei der Benutzung von öffentlich zugänglichen Informations-Skills und komplexen administrativen Skills. Nur acht Prozent würden diese auf jeden Fall nutzen.

Einseitige Informationen befürchtet

Die Abneigung der komplexeren Alexa-Health-Skills führt MS&C darauf zurück, dass 43 Prozent der Studienteilnehmer befürchten nur Informationen zu erhalten, die im Interesse ihrer jeweiligen Krankenkasse sind. Datenschutzaspekte (39 Prozent) sind ebenfalls ein Grund auf diese Skills zu verzichten. MS&C empfiehlt den Kassen daher offen über den Umgang mit persönlichen Daten und die Datenschutzrichtlinien zu informieren.

Vorteile sehen die Befragten v.a. in der örtlichen und zeitlichen Ungebundenheit (45 Prozent), Zentralität der Kassenleistungen (39 Prozent) sowie Transparenz und Zugänglichkeit der Dienste (36 Prozent).

Hälfte bereit für Alexa-Health-Skills fünf Euro monatlich zu zahlen

In der Umfrage wurde auch nach der Zahlungsbereitschaft gefragt: 48 Prozent wären bereit durchschnittlich 5,79 Euro pro Monat für einen einfachen Tarif zu zahlen. 35 Prozent würden für einen Premiumtarif deutlich tiefer in die Tasche greifen; für zusätzliche Onlinesprechstunden und individuelle Informationen könnten sie sich vorstellen 17,33 Euro auszugeben. In beiden Fällen erwarten sich die Befragten ein Amazon Alexa-Gerät.

Die gesamte Studie „Alexa Health Skills – Die neue Kassenleistung für Generation Y?“ können Sie auf der Website von Mücke, Sturm & Company nachlesen.

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