Studie Wirksamkeit von beschichteter Klebefolie bestätigt

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An der Universität Basel wurden im realen Krankenhausbetrieb antimikrobiell ausgerüstete Oberflächen gegen Krankenhauskeime untersucht.

Die Folie in Anwendung.
Die handelsübliche Klebefolie ist mit einem auf Silberionen basierenden Wirkstoff ausgerüstet. – © Hexis AG

Am Universitätsspital Basel wurde über mehrere Monate hinweg eine wissenschaftliche Studie zu antimikrobiell ausgerüsteten Oberflächen gegen Krankenhauskeime durchgeführt. Dabei wurde eine Wirksamkeit von 98 Prozent der mit Sanitized ausgerüsteten Klebefolie der Firma Hexis S.A.S. festgestellt.

Unter der Leitung von Prof. Andreas Widmer und Dr. Reno Frei ging das Forschungsteam der Frage nach, ob und mit welchem Wirkungsgrad eine antimikrobiell beschichtete Kunststoffklebefolie der Firma Hexis S.A.S. gegen die Auslöser von sogenannten Krankenhausinfektionen (HAI) aktiv ist. In der Versuchsanordnung wurde die handelsübliche flexible, transparente Klebefolie von Hexis eingesetzt. Diese ist mit einem auf Silberionen basierenden Wirkstoff der Firma Sanitized ausgerüstet.

Testoberflächen mit hoher Kontaktfrequenz

Zum Untersuchungsgegenstand wurden Flächen mit hoher Kontaktfrequenz in sechs Patientenzimmern die in normaler Nutzung waren. Konkret waren dies der Überbetttisch, der Nachttisch, die Sesselarmlehne, der Esstisch, der Toilettenring sowie die Toilettenspülung. Eine Hälfte der Oberfläche wurde mit der mit Sanitized ausgerüsteten Folie beklebt, die andere Hälfte blieb im Originalzustand und diente als Kontrollfläche.

Betriebsübliche Desinfektion

In der mehrmonatigen Untersuchungszeit wurden die Patientenzimmer während des Betriebes in der üblichen Form einmal täglich gereinigt, die Bäder wurden einmal täglich desinfiziert. Zweimal pro Woche wurden Abstriche von den ausgerüsteten sowie den unbehandelten Flächen genommen, jeweils von 25 Quadratzentimeter, und auf Mikroorganismen untersucht. Die Anzahl der Keime wurde durch Ausplattieren auf Kulturmedien ermittelt sowie Isolate auf klinisch relevante Krankheitserreger, wie Staphylococcus aureus (inkl. MRSA), untersucht.

Insgesamt wurden 403 Abstriche analysiert. Über alle sechs verschiedenen Oberflächentypen hinweg ergab sich eine Verringerung der Gesamtkeimzahl um 98,4 Prozent .

„Die Studienergebnisse zeigen, dass antimikrobiell ausgerüstete Oberflächen einen wertvollen Beitrag zur Vermeidung der Verbreitung von multiresistenten Erregern in Spitälern leisten können. Selbst die tägliche Desinfektion von Oberflächen kann die Rekontamination innert weniger Stunden nicht verhindern: antimikrobiell ausgerüstete Oberflächen können diese Lücke schließen“, erläutert Widmer.