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Nährstoffmangel Stress adé: Dieses Mineral steigert die Belastbarkeit

Stress wird oft als rein psychisches Problem betrachtet, doch die Ursache kann auch ein Nährstoffmangel sein. Vor allem ein Mineral hat Burn-out-Expertin Uschi Eichinger im Blick, wenn sie Patienten behandelt. Und dieses gilt als wahrer "Stress-Killer".

Besser, schneller, mehr und am besten alles gleichzeitig - viele Menschen sind von den steigenden Anforderungen des modernen Lebens überfordert. Was aber ist die Ursache für die steigende Anspannung? Für einen großen Teil der Menschen die Arbeit - gefolgt von zu hohen Anforderungen an sich selbst und zu vielen Freizeitterminen. Dass der Job Stressfaktor Nummer eins ist, ist eigentlich auch kein Wunder: "Wir packen immer mehr Arbeit in immer weniger Zeit. Jeder erwartet sofort eine Antwort, Mittagspause ist was für Weicheier, und wer um 18 Uhr geht, wird gefragt: Arbeitest du Teilzeit?", berichtet Heilpraktikerin und Sachbuchautorin Uschi Eichinger, die in Weinheim eine Burnoutpraxis betreibt gegenüber der Protina Pharmazeutische GmbH.

Stress findet auch im Körper statt

Trotz der allgemein anerkannten Zunahme der beruflichen Anforderungen lässt sich aber nicht immer nur durch diese das Ausmaß der Stressbelastung und Erschöpfung erklären. Mancher Manager fühlt sich bei einer 60-Stunden-Woche topfit, während die deutlich weniger arbeitende Teilzeit-Bürokraft bereits mit 30 Arbeitsstunden mehr als am Anschlag ist. Es kann also nicht die Arbeitsbelastung allein sein, die an den Kräften zehrt. "Meist werden Stressprobleme heute rein als psychische Probleme gesehen, aber das wird der Sache nicht gerecht", ist Uschi Eichinger überzeugt. "Denn die Psyche spielt zwar eine wichtige Rolle, aber letztlich findet der Stress ja im Körper statt."

Voller Bauch, hungrige Zelle

Überforderung und Erschöpfung zeigen laut Eichinger oftmals ein Nährstoffdefizit in den Zellen an. Diese sorgen mit ihrem Stoffwechsel dafür, dass wir genügend Power haben, um unser tägliches Pensum zu bewältigen. Als "Treibstoff" benötigen sie Nähr- und Vitalstoffe, die wir mit der Ernährung aufnehmen müssen - umso mehr, je höher die Belastung ist. Geht der Treibstoff aus, machen die Zellen schlapp. Und das passiert heute leider recht häufig. "Der Organismus braucht Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe", erklärt die Stressexpertin. "Aber durch die ausgelaugten Böden stecken heute in vielen Nahrungsmitteln deutlich weniger Vitalstoffe als früher. Industriell stark verarbeitete Produkte enthalten ebenfalls nicht genug Vitalstoffe. Das füllt den Bauch, aber die Zelle hungert."

Magnesium ist natürliches "Anti-Stress-Mineral"

Die Heilpraktikerin untersucht darum bei ihren Patienten immer auch die Vitalstoffversorgung. Besonders im Blickpunkt steht das Magnesium. "Magnesium ist neben Kalium der zweithäufigste Mineralstoff in unseren Zellen, und man findet hier sehr häufig eine Unterversorgung", weiß Uschi Eichinger. Dabei sei Magnesium gerade in anstrengenden Zeiten für den Körper unentbehrlich, denn es spiele nicht nur eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel der Zellen, sondern reduziere auch die Freisetzung von Stresshormonen und wirke stressbedingten Verspannungen entgegen.

Fast jeder Burnout-Patient hat Magnesiumdefizit

Bei einer Magnesiumunterversorgung sei deshalb eine verminderte Stressresistenz die unvermeidliche Folge. "Tatsächlich sehe ich bei meinen Burnout-Patienten, dass fast jeder ein Magnesiumdefizit hat" so die Expertin. Um vorzubeugen, sollten möglichst viele magnesiumreiche Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen: "Gute Lieferanten sind zum Beispiel Vollkornbrot, Sonnenblumenkerne, Naturreis, Haferflocken, Nüsse, Hülsenfrüchte und Spinat. Häufig kann aber auch eine Nahrungsergänzung sinnvoll sein."

B-Vitamine sorgen für gute Nerven

Magnesium ist im Körper außerdem für die Aktivierung von Vitamin B6 verantwortlich. Die B-Vitamine werden auch als "Nervenvitamine" bezeichnet, da sie zu einer normalen Funktion des Nervensystems und des Energiestoffwechsels beitragen. Zusammen mit Magnesium leisten B-Vitamine daher einen wichtigen Beitrag zur Stressbewältigung. Das nutzt auch Eichinger in ihrer Praxis: "Magnesium und B-Vitamine bekommt bei mir eigentlich jeder Patient, und ich nehme sie auch selber ein".

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