Aus der Branche -

Zentrum für Psychiatrie ZfP Südwürttemberg Start in die Telematikinfrastruktur

Mehr als zwanzig Krankenhäuser bundesweit sind bereits mit den Kooperationspartnern Nexus AG und Concat AG an die Telematikinfrastruktur angeschlossen: künftig auch das ZfP Südwürttemberg.

Das ZfP Südwürttemberg versorgt jährlich rund 18.000 stationäre Patienten. Dazu kommen mehr als 40.000 ambulante Fälle, die in den Psychiatrischen Institutsambulanzen und Medizinischen Versorgungszentren behandelt werden. Um die vertragsärztlichen Leistungsbereiche der Fachkliniken fristgerecht zum 31. Dezember 2019 an die Telematikinfrastruktur (TI) anzubinden, setzt das Unternehmen künftig auf die Konnektor-Farm-Lösung der Concat AG. Die Nexus AG begleitet das Projekt als Softwarepartner und unterstützt als Dienstleister beim Antrag auf Bezuschussung, bei der Planung und im Rollout.

Gut gerüstet für die Zukunft

„Die TI ist eine Herausforderung, der wir zusammen mit Nexus und Concat gelassen entgegenblicken“, erklärt Angelika Gasser, IT-Leiterin im ZfP Südwürttemberg. „Wir erhalten alles aus einer Hand und erwarten, dass die verwendeten Komponenten problemlos mit bereits installierten Modulen zusammenarbeiten.“ Mit den ermächtigen Ambulanzen, die nur einen Bruchteil der Einrichtungen darstellen würden, sammelte das ZfP Südwürtemberg erste Erfahrungen bei der Anbindung an die TI. Das Ziel sei es, die technische Anbindung sicher zu realisieren, um gut gerüstet die künftigen Themen wie Notfalldatenmanagement sowie Medikation anzugehen. Außerdem würden die Stationen und Psychiatrischen Institutsambulanzen von den gesammelten Erfahrungen bei der TI-Anbindung profitieren.

Einhalten von Vorgaben

Im ersten Schritt waren von Nexus die Anforderungen aufgenommen und der Inhalt für den Bezuschussungsantrag erarbeitet worden. Gemeinsam mit dem ZfP wurde die Zahl der benötigten Institutionsausweise (SMC-Bs) festgelegt und das Mengengerüst für die Konnektoren und Kartenlesegeräte abgeleitet. Den 1st Level-Support würde die Concat AG in Zusammenarbeit mit dem ZfP selbst erbringen. Eine Zertifizierungsschulung stelle sicher, dass die Vorgaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik und der gematik für den Einsatz in Rechenzentren eingehalten werden und die Richtlinien der sicheren Lieferkette Anwendung finden.

Außerdem müsse der Konnektor eine technische Wiederherstellungszeit von 15 Minuten einhalten. Die Concat-Lösung stelle dies u.a. durch eine redundante Energieversorgung mit Kaltgerätestecker sicher. Eine eigene Monitoring-Software überwache die Verfügbarkeit und könne an das jeweilige Monitoring-System des Krankenhauses angebunden werden. Mithilfe eines Betriebsführungshandbuches mit den Konfigurationsdateien könne stets ein aktuelles Info-Modell als Backup bereitgehalten werden. Im Fehlerfall eines Konnektors werde das aktuelle Backup-Infomodell in den Spare-Konnektor importiert.

© hcm-magazin.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen