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Alexianer St. Josef Potsdam St. Josef Krankenhaus nimmt keine neuen Corona-Patienten mehr auf

Das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus hat am Mittwochnachmittag (15.04.2020) die weitere Aufnahme intensivpflichtiger SARS-CoV-2-infizierter Patienten gestoppt.

Themenseite: Corona-Pandemie

Insbesondere in der Intensivpflege hätten Engpässe inzwischen so zugenommen, dass eine adäquate Versorgung von vital bedrohten Covid-19-Patienten nicht mehr gewährleistet werden könne, teilte das Krankenhaus am Mittwoch mit. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) des Landes Brandenburg und die Leitstelle Potsdam seien entsprechend informiert. Alle beatmungspflichtigen Patienten werden ab sofort u.a. an das Versorgungscluster Corona Westbrandenburg (VCC West) weitergeleitet.

Mit dem durch das Robert Koch-Institut erfolgten Aufnahmestopp des Schwerpunktversorgers Klinikum Ernst-von-Bergmann am 1. April ist die Aufgabe der stationären Gesundheitsversorgung der Potsdamer zu großen Teilen auf das St. Josefs-Krankenhaus Potsdam im Verbund mit seinen Schwesterkliniken, Evangelisches Zentrum für Altersmedizin und Oberlinklinik übergegangen. So können seit dem 9. April auf der Low Care Covid-19 Station des Evangelischen Zentrums für Altersmedizin Patienten mit leichteren klinischen Verläufen, aber auch Palliativpatienten aus dem St. Josefs-Krankenhaus zur Entlastung versorgt werden. „Keiner von uns hat damit gerechnet, dass das Bergmann-Klinikum als Schwerpunktversorger auf unabsehbare Zeit ausfällt. Für uns hat dies neben der bereits auf Hochtouren laufenden COVID-19 Patientenbehandlung auch spürbare Auswirkungen, z.B. eine Verdreifachung der Inanspruchnahme unserer Notaufnahme. Als relativ kleines Krankenhaus halten wir seit nunmehr fast zwei Wochen die reguläre Notfallversorgung der Potsdamer Bevölkerung am Laufen“, so Regionalgeschäftsführer Oliver Pommerenke. Die zentrale Notaufnahme ist seitdem in das St. Josefs-Krankenhaus verlegt worden. Die Notaufnahme soll auch weiter rund um die Uhr arbeiten und weise keine akuten Notfälle ab.

Auch innerhalb der Mitarbeiterschaft gibt es den Angaben nach Infizierte (seit Anfang März 40 Mitarbeiter, Stand: 15. April 2020), die aufgrund der häuslichen Quarantäne mindestens 14 Tage nicht einsetzbar sind. In den kommenden Tagen werde nun versucht, zusätzliches Pflegepersonal aus den Reihen des Alexianer-Verbundes zu rekrutieren. Ziel sei es, so schnell wie möglich die komplette Aufnahmefähigkeit wieder herzustellen.

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