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St. Josef Krankenhaus Wipperfürth wird Teil von HELIOS

Die Zustimmung des Bundeskartellamts vorausgesetzt, gehören dem privaten Klinikbetreiber Helios damit künftig 19 Kliniken in Nordrhein-Westfalen, zwölf Akutkrankenhäuser und sieben Rehabilitationseinrichtungen.

St. Josef Krankenhaus Wipperfürth wird Teil von HELIOS

Das St. Josef Krankenhaus Wipperfürth verfügt über 194 Betten in den Fachabteilungen Chirurgie, Innere Medizin, Gynäkologie/Geburtshilfe und Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. 2011 wurden in der Klinik rund 7.300 Patienten stationär behandelt. Die Klinik hat rund 500 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2011 einen Gesamtumsatz von rund 20,2 Millionen Euro.

HELIOS, eine Tochter des Gesundheitskonzerns Fresenius, will die Einrichtung baulich sanieren und dafür bis Ende 2017 mindestens acht Millionen Euro investieren. "Wir freuen uns, dass das St. Josef Krankenhaus und seine Mitarbeiter künftig zu Helios gehören", sagte der Geschäftsführer der HELIOS Region West, Sascha John, gestern (19. November) in Wipperfürth. Damit werde das Helios Netzwerk in der Region um eine Klinik ergänzt, die in der Bevölkerung eine sehr hohe Akzeptanz genieße und eine lange Tradition habe. Diese Tradition werde man weiterführen und ausbauen. "Mit Helios haben wir für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor allem aber auch für die Menschen hier in Wipperfürth, unser Krankenhaus auf einen zukunftsfähigen Weg gebracht. Darüber bin ich sehr froh", erklärte der Wipperfürther Pfarrer Thomas Jablonka, zugleich Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung St. Josef. Der langfristige Erhalt dieser Einrichtung für die Menschen in Wipperfürth sei für die Stiftung St. Josef das wichtigste Ziel. Mit den HELIOS Kliniken habe man in den zurückliegenden Jahren bereits punktuell in einigen medizinischen Fachbereichen zusammengearbeitet und HELIOS als zuverlässigen Partner kennengelernt.

Der Verkauf des St. Josef Krankenhauses wurde von der Stiftungsaufsicht des Erzbistums Köln begleitet. Nicht betroffen sind die übrigen Einrichtungen der Stiftung St. Josef Franziskusheim, Kindergarten Don-Bosco, Caritas-Pflegestation, Schulbetreuungen. Diese werden von der Stiftung fortgeführt.

Mit dem Erwerb der Klinik baut HELIOS seine Position als größter privater Klinikträger in Nordrhein-Westfalen aus. Bundesweit betreibt Helios 72 eigene Kliniken, darunter 50 Akutkliniken mit sechs Maximalversorgern und 22 Rehabilitationskliniken, sowie 32 MVZ, fünf Rehabilitationszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden nach Angaben des Unternehmens mehr als 2,7 Millionen Patienten versorgt. Die Klinikkette beschäftigt rund 43.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2011 einen Gesamtumsatz von 2,7 Milliarden Euro.

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