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Corona So behandeln die Oberberg Kliniken das Post-Covid-Syndrome

Noch gibt es keine Leitlinien zur Behandlung des Post-Covid-Syndrome, also den Langzeitfolgen nach einer Corona-Infektion. Doch über 50 Prozent leiden auch nach der eigentlichen Krankheit noch an z.B. Erschöpfung. Die Oberberg Kliniken bieten nun ein spezielles Therapiekonzept.

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Immer mehr Menschen brauchen oft Monate, um sich von einer Covid-19-Erkrankung zu erholen. Laut Statistik leiden über 50 Prozent nach überstandener Infektion an Langzeitfolgen. Abseits der Statistiken ist bereits jetzt sichtbar, dass das Virus nicht nur organische Erkrankungen auslöst. Zunehmend zeigt die Pandemie auch psychosomatische Folgen bei an Covid-19-Erkrankten, aber auch bei durch die Pandemie psychisch Belasteten. Rasche Erschöpfung und Abgeschlagenheit, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Kurzatmigkeit, Muskelschmerzen: Das sind mögliche Folgen nach der akuten Phase einer Covid -19-Erkrankung, wobei die Häufigkeit des Auftretens und Risikofaktoren noch weitgehend unbekannt sind.

Aufgeschobene Behandlungen führen zu Komplikationen

Die Pandemie und die erfolgten Schutzmaßnahmen haben zudem breite Auswirkungen auf die seelische Gesundheit. Häufige psychische Belastungsfolgen sind Unsicherheit, Ängstlichkeit und depressive Symptome, aber auch die Auslösung und Verstärkung von Depressionen, Abhängigkeitserkrankungen, Angst-, Zwangs- und Traumafolgestörungen. Auch finanzielle Sorgen und Konflikte in der Partnerschaft sind bedrückend. Komplikationen durch aufgeschobene oder nicht stattgefundene Behandlungen bei bestehenden psychischen Erkrankungen verstärken die persönliche Situation.

Wer positiv auf Covid-19 getestet wurde und/oder über Wochen und Monate noch Symptome zeigt, sollte sich medizinisch nochmals untersuchen lassen. "Es braucht Strategien für die Rückkehr ins gewohnte Leben", wissen die Experten der Oberberg Gruppe, "Therapiekonzepte, die den Menschen helfen, ihre Krise zu bewältigen." Studienergebnisse zur Belastungssituation durch das neue Virus sind meist noch vorläufig. Hier hilft der Blick auf die Forschung zu früheren Epidemien, die wegen ihrer Dauer ähnliche Auswirkungen hatten.

Diagnostik beim Post-Covid-Syndrome

Bei der Diagnostik berücksichtigen die Ärzte der Oberberg Gruppe neben der Covid-19-Diagnostik die diagnostische Vorgehensweise bei anderen postinfektiösen Syndromen sowie bei chronischen Erschöpfungs- oder Müdigkeitssyndromen (Myalgische Enzephalomyelitis/ME und Chronic Fatigue Syndrome/CFS) und Faser-Muskel-Schmerzen (Fibromyalgiesyndromen/FMS). Eine zusätzliche Einteilung der biopsychosozialen Folgen einer Corona-Infektion nach ihrem Schweregrad dient dazu, die Konsequenzen besser einzuschätzen und die Therapieplanung zu optimieren.

"Aus unseren Erfahrungen mit der Behandlung von psychosomatisch und psychisch erkrankten Patienten haben wir für das Post-SARS-CoV-2-/Covid-19-Syndrom (PSCS) einen multimodalen Therapieansatz entwickelt. Noch gibt es keine Leitlinien, aber unsere Behandlung leiten wir aus den Therapieempfehlungen zu Erschöpfungs- und Schmerzsyndromen sowie relevanten psychischen Störungen ab", erklärt Prof. Dr. Dr. Matthias J. Müller, Ärztlicher Direktor und Medizinischer Geschäftsführer der Oberberg Gruppe, das multimodale psychosomatische Programm der Oberberg Gruppe.

Weitere Therapien ergänzen das Angebot

Die interdisziplinäre, v.a. internistische Behandlung von organischen Grund- und Folgeerkrankungen wird durch weitere Therapien ergänzt: Atem- und Physiotherapie, Schmerzmanagement (bei Bedarf), Ernährungsberatung/-therapie, Psychotherapie/Psychosomatische Behandlung (Stressreduktion, Achtsamkeit, kognitive Therapien). Auch weitere Fachtherapien, wie Übungs- und Sportprogramme, Kreativtherapien und Entspannungsverfahren sowie Schlafregulierung, unterstützen den Genesungsprozess.

Weitere Informationen über das Therapieprogramm zum Post-SARS-CoV-2-/Covid-19-Syndrom (PSCS)

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