Gesundheit -

Umfrage der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) Smartphone als "Einschlafhilfe"

Stress im Beruf ist Ursache Nummer eins für Schlafstörungen. Das hat eine aktuelle forsa-Umfrage der KKH ergeben. Stress bringt demnach fast jeden zweiten von rund 1.000 Befragten (41 Prozent) um den allnächtlichen Schlaf. Jeder Zweite lenkt sich bei gestörter Nachtruhe mit dem Smartphone ab.

Gründe können unter anderem eine zu hohe Arbeitsbelastung, Zeitdruck, Mobbing, mangelnde Anerkennung oder Existenzangst, etwa durch befristete Verträge, sein. Das ist ein ernst zu nehmendes Problem, denn wenn Berufstätige über einen längeren Zeitraum unter großem Druck stehen, steigt das Risiko für eine Erkrankung. Negativer Stress kann nicht nur psychische Leiden wie Depressionen und Angststörungen, sondern auch Muskel- und Herzerkrankungen verursachen.

Keine Zeit für Auszeit

Aber auch private Sorgen rauben einem laut Umfrage den Schlaf. Mehr als jeder Dritte (37 Prozent) fühlt sich dadurch um die Nachtruhe gebracht. Jeder Achte sagt, dass er kurz vor dem Schlafengehen noch länger mit Smartphone, Tablet oder PC beschäftigt ist und deshalb keine Nachtruhe findet. Das kann zu zusätzlichem Stress und noch mehr Schlaflosigkeit führen. Hinzu kommt noch die ständige Erreichbarkeit durch die Digitalisierung – Ein Teufelskreislauf, der krank machen kann. Wer sich bei nächtlichen Schlafstörungen mit Smartphone etc. ablenkt, erreicht genau das Gegenteil. Und immerhin zehn Prozent versuchen sogar, etwas Sinnvolles für den Beruf oder den Haushalt zu erledigen. Die Betroffenen verlernen dann völlig, sich eine Auszeit zu gönnen.

Entspannen, aber wie?

Die Krankenkasse empfiehlt zum Einschlafen statt Smartphone Entspannungstechniken wie zum Beispiel Yoga oder Entspannungsmusik. Kontraproduktiv ist auch die ständige Erreichbarkeit nach Feierabend, stattdessen besser abschalten, Sport treiben, Bekannte treffen oder einfach nur Faulenzen. Erholsam sei auch ein längerer Urlaub von mindestens zwei Wochen oder mehr. Die KKH rät außerdem dazu, mindestens eine halbe Stunde vor dem Schlafen offline zu gehen. Denn laut der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin verhindert das blaue Licht von Smartphone etc. die Ausschüttung des für einen geregelten Tag-Nacht-Rhythmus wichtigen Schlafhormons Melatonin. Dadurch entsteht ein ständig erhöhter Erregungslevel, da die Betroffenen sich in einem andauernden Erwartungszustand befinden.

Das Marktforschungsinstitut Forsa hat 2019 im Auftrag der KKH 1.003 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren bundesweit repräsentativ befragt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Krankenkasse.

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