Forschung -

Neues Projekt Sicherheit in der Arbeitswelt 4.0

Das Verbundprojekt „Prävention 4.0“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Auswirkungen der neuen technisierten Arbeitswelt zu untersuchen. Nach Ablauf der nächsten drei Jahre sollen konkrete Handlungsempfehlungen und Leitlinien für eine produktive, sichere und gesunde Arbeitsgestaltung entwickelt worden sein.

Die Arbeitswelt steht vor einem fundamentalen Umbruch: Die Digitalisierung schreitet voran, digitale Techniken und immer perfektere Algorithmen steuern immer häufiger die Arbeit, auch im Gesundheitswesen. RFID-Technik, intelligente Sensoren, Datenbrille und mobile Assistenzsysteme halten Einzug. Diese Entwicklungen werden in der öffentlichen Diskussion oft mit dem Schlagwort „Industrie 4.0“, „Arbeit 4.0“oder Digitalisierung der Arbeitswelt versehen. Einige sprechen von einer Revolution, die auf die Arbeitswelt zurollt. Andere betonen die Gefahren der ständigen Verfügbarkeit, der versteckten Rationalisierung durch Leichtbauroboter oder des Datenmissbrauchs.

Arbeitswelt 4.0 benötigt präventive Konzepte

Aber wie ist die neue Arbeitswelt zu gestalten? Dieser Frage geht das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) drei Jahre lange und im Dezember 2015 gestartete Verbundprojekt "Prävention 4.0" nach. Es untersucht die Auswirkungen von Cyber-Physical Systems (CPS), auch Internet der Dinge genannt, auf die Möglichkeiten einer produktiven, sicheren und gesunden Gestaltung der Arbeitswelt. Zentrale Fragen sind:

  • Was verändernder „Kollege“ Roboter und smarte Arbeitsmittel in der Arbeitsgestaltung?
  • Wie wandeln sich die Arbeitsprozesse, wenn die Produktion, die Dienstleistung oder ein Auftrag über das Internet gesteuert werden können?
  • Welche neuen Kompetenzen und Qualifizierungen benötigen Beschäftigte und Führungskräfte?
  • Welche neuen Belastungen treten in der Arbeit 4.0 auf?
  • Wie kann die Datensicherheit gewährleistet werden?
  • Welchen Einfluss haben Führung und Unternehmenskultur auf die Gestaltung von digitalisierten Produktionssystemen?
 

Das Projekt "Prävention 4.0" verfolgt das Ziel, konkrete Handlungsempfehlungen und Leitlinien für eine produktive, sichere und gesunde Arbeitsgestaltung in der Arbeitswelt 4.0 zu entwickeln, damit die Akteure in den Betrieben die Potenziale der betrieblichen Prävention in der digitalisierten Arbeitswelt wirkungsvoll nutzen können. Eine Aufgabe des BMBF-Projektes soll es sein, relevante Handlungsfelder und -optionen guter Arbeit im digitalen Wandel zu identifizieren und Hilfestellungen zur Prävention in der „Arbeitswelt 4.0“ für Akteure in den Unternehmen, Gewerkschaften und Präventionsdienstleister zu entwickeln.

Die Ergebnisse sollen in einer umfassenden Expertise für Experten und einem Handlungsleitfaden mit Selbstbewertungsinstrument für u.a. mittlere Unternehmen aufbereitet werden.

Weitere Informationen zum Verbundprojekt „Prävention 4.0“ finden Sie online unter: www.praevention40.de

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