Klinik -

Elisabeth Vinzenz Verbund (EVV) Sichere Datentransferlösung gefunden

Der EVV war seit November 2019 auf der Suche nach einer DSGVO-konformen Datentransfer-Software. Nun ist der katholische Trägerverbund, der u.a. für 13 Krankenhäuser und vier Altenpflegeheime zuständig ist, fündig geworden.

Themenseite: Digitalisierung

Der sichere Transfer sensibler Daten an Partnerunternehmen, Gesundheitsversorgungseinrichtungen sowie Patientinnen und Patienten vor, während oder nach Behandlungen, stellt für alle Einrichtungen aus der Gesundheitsbranche eine alltägliche Herausforderung dar. Zu diesem Zweck hat der Elisabeth Vinzenz Verbund (EVV) bereits im November 2019 begonnen, aktiv nach Lösungsansätzen für den sicheren Datentransfer zu suchen.

Im ersten Schritt hat man die Produkte und Portfolios verschiedener Anbieter bewertet und gegenübergestellt. Die Lösungen wurden sowohl technisch, beginnend bei der Verschlüsselung über die Integration ins gewohnte Arbeitsumfeld der Mitarbeitenden bis hin zum deutschen Hochsicherheitsrechenzentrum, als auch auf Ihre Benutzerfreundlichkeit und Praktikabilität im Arbeitsalltag umfänglich durchleuchtet. Die Anforderungen sind in mehreren Terminen detailliert mit technischen Ansprechpartnern und Entscheidungsträgern seitens des EVV gemeinsam besprochen worden.

"Wir haben die Evaluierungsphase und den Vergleich der Anbieter sehr ernst genommen, wir sprechen hier von mehreren Tausend Benutzern, die tagtäglich mit dem gewählten System arbeiten müssen, deshalb sind auch kleine Unterschiede in der Funktionsweise z.B. bei der benutzerfreundlichen Umsetzung einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung entscheidend", erklärt Wolf Varoß, Leiter IT beim EVV.

Der Weg zum Roll-out

Nachdem der Erstkontakt zwischen der IT-Abteilung des EVV und des Münchener Softwareunternehmens FTAPI bereits im November 2019 stattgefunden hat, entschieden sich die Standort-IT-Leiter des EVV nach einer Tagung und finalen Präsentationsrunde aller infrage kommenden Anbieter dafür, den Weg der sicheren Datenkommunikation gemeinsam mit FTAPI zu gehen. Damit startete im Oktober 2020 der gemeinsame Proof of Concept (POC). Mit positivem Resultat des POCs wurde im Februar diesen Jahres das Magdeburger Krankenhaus St. Marienstift als erster Standort des EVV mit 200 Lizenzen angeschlossen. Dort können nun nicht nur Dateien in vier verschiedenen Sicherheitsstufen sicher ausgetauscht werden, sondern auch in Datenräumen abgelegt und geteilt werden sowie sichere Online-Formulare erstellt werden.

Aktuell ist die Inbetriebnahme der anderen EVV-Standorte mit 5.500 Lizenzen für die nächsten Monate in Planung.

© hcm-magazin.de 2021 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen